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Fregatte unter Beschuss

Test auf der Ostsee Fregatte unter Beschuss

Eigentlich hat die Fregatte „Karlsruhe“ ausgedient. Schon seit Juni liegt das Kampfschiff in Wilhelmshaven. Doch nun erhält das Boot einen Spezialauftrag. Mit der „Karlsruhe“ sollen ab Frühjahr kommenden Jahres auf der Ostsee Tests ausgeführt werden, wie es sie so noch nicht gab.

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Die "Karlsruhe" startet eine zweite Karriere: Die Fregatte soll zu Testzwecken in der Ostsee beschossen werden.

Quelle: fb: Frank Behling

Kiel. Die Fregatte wird in der Kieler Bucht in den kommenden drei Jahren „angesprengt“ und beschossen. Was martialisch klingt, soll die Sicherheit deutscher und niederländischer Soldaten bei Einsätzen erhöhen. „Das alles dient der Gesundheit der Soldaten“, sagt Michael Schönrock, der Auftragsverantwortliche für das Projekt „Ex Karlsruhe“ von der Wehrtechnischen Dienststelle 71 in Eckernförde. Dort werden nicht nur Waffen für Marineschiffe geprüft und getestet, sondern auch die Schiffe selbst.

Vor Jahren wurden bereits Ansprengversuche mit dem Zerstörer „Lütjens“ und dem U-Boot „U 25“ gemacht. Aber „mit der ‚Karlsruhe‘ haben wir erstmals ein relativ modernes Schiff für derartige Versuche“, sagt Swen Metzler, der das Projekt leitet.

Bereits in Kürze wird die Fregatte durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel geschleppt und im Hafen des ehemaligen Marinearsenals auf dem Ostufer mit Messinstrumenten, Sensoren und Dummys ausgerüstet. Anschließend wird das 130 Meter lange Schiff im ersten Halbjahr 2018 zu einem Sperrgebiet vor Schönhagen geschleppt und dort bei mehreren Versuchen mit Unterwasser-Sprengladungen getestet.

In der zweiten Testphase sollen Waffen eingesetzt werden. „Dabei geht es dann darum, zu sehen, wie die Wirkung von sogenannten asymmetrischen Bedrohungen auf das Schiff ist“, so Schönrock weiter. Dazu gehört der Beschuss mit leichten Waffen und Raketen, wie sie von Terroristen, Piraten oder Milizen genutzt werden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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