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Schleswig-Holstein Tod durch Polizeikugeln: Warum musste der Obdachlose Robin L. sterben?
Nachrichten Schleswig-Holstein Tod durch Polizeikugeln: Warum musste der Obdachlose Robin L. sterben?
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14:29 09.10.2018
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung am Tatort. Quelle: TNN/dpa
Bad Oldesloe

Am Sonntagvormittag gegen 11.30 Uhr tauchte er mit einem Messer vor der Schwimmhalle in Oldesloe auf. Zeugen riefen die Polizei, die erste Beamtin und der erste Beamte entdeckten ihn 100 Meter entfernt in der Schützenstraße. Ein Warnschuss. Doch Robin rannte weg. Ein zweiter Streifenwagen kam dazu. Plötzlich zwei weitere Schüsse, so berichteten es Zeugen den LN. Dann lag der 21-Jährige sterbend auf dem Fußweg.

Die zwei Schüsse hätten den Obdachlosen „von vorne in die Brust“ getroffen, erklärte am Montag Staatsanwalt Christian Braunwarth, Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft Lübeck. Mehrfach hätten die Beamten den 21-Jährigen zuvor lautstark aufgefordert, das Messer wegzulegen. Sie hätten sogar Pfefferspray eingesetzt.

Ermittlungen dauern an

Die Oldesloerin Hanna Möller beurteilt den Vorfall denn auch ganz anders. „Es waren doch mehrere Beamte vor Ort. Da muss es doch möglich sein, den Mann mit Pfefferspray oder mit dem Schlagstock außer Gefecht zu setzen“, sagt sie. Robin L. sei nie aggressiv gewesen, erzählen andere Passanten. Und man habe doch gewusst, dass er nicht gesund gewesen sei.

Dass der 21-Jährige psychisch krank war, sei tatsächlich auch den Beamten bekannt gewesen, als sie zum Einsatzort kamen, bestätigen Polizei und Staatsanwaltschaft. Allerdings betont Braunwarth, dass die Schüsse gefallen seien, „als der Mann nur noch wenige Meter von den Beamten entfernt war“.

Die Frage, warum der Beamte dem Mann nicht in die Beine schoss, sondern in den Oberkörper, blieb zunächst unbeantwortet. Die Ermittlungen dauerten an.

Von RND

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