14 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Bis Mai Probleme in Schleswig-Holstein

Bahn-Bauarbeiten Bis Mai Probleme in Schleswig-Holstein

Eines von zwei Gleisen ist befahrbar, fast alle Fernverkehrszüge von und nach Kiel fallen aus, etliche Regionalbahnen sind überfüllt: Die derzeitigen Bauarbeiten der Deutschen Bahn zwischen Pinneberg und Elmshorn lassen die Fahrgäste in Schleswig-Holstein stöhnen.

Voriger Artikel
Engpass bei den Notfallschiffen
Nächster Artikel
Dreifachmord: Jörg W. hatte einen Helfer

Bahn-Pendler brauchen derzeit wieder starke Nerven auf der Strecke zwischen Kiel und Hamburg: Wegen Bauarbeiten fallen viele Züge aus.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. „Wir wussten alle, dass das keine Jubelwochen werden“, sagte Dennis Fiedel, Sprecher im Regionalverkehrsverbund Nah-SH. Die Betreiber auf der Strecke, DB Regio und Nordbahn, müssten mit einer extrem schwierigen Situation umgehen. Fiedel spricht von einem statt sechs Regionalzügen pro Stunde, die im Baustellenbereich verkehren können. Die Deutsche Bahn gibt an, von 15 üblichen Zügen insgesamt falle die Hälfte aus.

Am 23. März wurden die Arbeiten offiziell aufgenommen. Und der Baustellenfahrplan ab 29. März sei lange abgestimmt gewesen, betonen alle Beteiligten. "Die Arbeiten sind voll im Plan, sodass die Einschränkungen im Zugverkehr planmäßig beendet werden können", sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag – das wäre der 1. Mai. "In der vergangenen Nacht wurde der zweite Bauabschnitt abgeschlossen."

Fahrgastverband kritisiert Baustellenfahrplan

Doch so reibungslos empfinden das nicht alle: "Wir sind enttäuscht, besonders was den Baustellenfahrplan angeht", sagte Stefan Barkleit vom Fahrgastverband Pro Bahn. Eigentlich sei geplant gewesen, die Baustelle stündlich für einen Regionalexpress zwischen Kiel und Hamburg und eine Regionalbahn zwischen Wrist und Altona zu öffnen: "Das ist mit Stand heute nicht der Fall", so Barkleit. "Das entgeistert den Fahrgast vollkommen und führt letztendlich zum Chaos."

Nordbahn und Deutsche Bahn verweisen darauf, dass Ersatzfahrpläne und im Laufe der Bauarbeiten wechselnde Einschränkungen lange angekündigt und Teil der Planungen waren. Dennoch bedauern sie die Einschränkungen, und sehnen ebenso wie die Fahrgäste und ihre Vertreter den Mai herbei.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kommentar

Niemand bestreitet das: Die marode Infrastruktur in Schleswig-Holstein wurde zu lange vernachlässigt – das gilt für Straße und Schiene. Dass jetzt gleichzeitig an der A7 und der wichtigen Bahntrasse zwischen Hamburg und Kiel gewerkelt wird, ist kein schlechtes Timing. Es ist eine Ausgeburt der verschleppten Investitionen.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Schleswig-Holstein 2/3