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Das Warten auf wertvolle Hinweise

Geldtransporter-Überfall Das Warten auf wertvolle Hinweise

Die immens hohe Summe, die als Belohnung im Geldtransporter-Fall ausgelobt wurde, hat bisher keine weiteren Zeugen angelockt. Das berichtete der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler gestern. Die Ermittler tappen weiter im Dunkeln, wenn es um den Verbleib der 2,3 Millionen Euro geht.

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Wo ist das Geld geblieben? Das fragen sich die Ermittler nach dem Überfall auf den Geldtransporter.

Kiel. Und das, obwohl die vom Unternehmen Prosegur in Aussicht gestellte Belohnung in Höhe von insgesamt 65000 Euro alles übertrifft, was die Ermittlungsbehörden in den vergangenen drei Jahren für Hinweise bereitgestellt haben.

So versprachen die Staatsanwaltschaften in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr laut Justizministerium gerade mal 5500 Euro an Belohnungsgeld insgesamt und damit deutlich weniger als in den Vorjahren: 25.500 Euro waren es 2016, 38.500 im Jahr 2015. Einen Vergleich erlauben die Summen aber nicht. Schließlich werden sie stets für den individuellen Fall ausgelobt.

Und: Anders als im aktuellen Fall, in dem ein privates Unternehmen die Summe festsetzt, ist die Höhe der Belohnung, die von staatlichen Ermittlungsbehörden in Aussicht gestellt wird, klar geregelt und gestuft. „Behördenleitungen der Staatsanwaltschaften können bis zu 5000 Euro und mit Zustimmung des Generalstaatsanwalts Belohnungen bis zu 10.000 Euro aussetzen“, erklärt Oliver Breuer, Sprecher des Justizministeriums. „Belohnungen von mehr als 10.000 Euro bedürfen der Zustimmung der Justizministerin.“ Das Geld kommt aus der Landeskasse. Wie viel ausgezahlt wird, entscheidet der Generalstaatsanwalt oder die Justizministerin. Meist wird nach Verfahrensende bezahlt. Ausnahmen sind aber möglich.

„Es soll sich aber kein Mensch in Gefahr begeben“, so Bieler. Als Mitwirkung werde bereits gewertet, „wenn uns jemand die Ergreifung des Täters ermöglicht“. Dafür müsse niemand selbst Hand anlegen.

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