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Schleswig-Holstein Günther macht sich für Werft stark
Nachrichten Schleswig-Holstein Günther macht sich für Werft stark
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20:04 17.05.2018
Von Anne Holbach
Bei einem Rundgang über die Werft machte sich Ministerpräsident Daniel Günther (2. v. li.) ein Bild von der Produktion. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

„Das hat nichts mit Symbolik zu tun“, sagte Günther, als er darauf angesprochen wurde. „Der Termin stand schon lange vorher fest.“ TKMS sei schließlich ein „sehr, sehr wichtiges Unternehmen für das Land“.

Fast 7000 Menschen arbeiten in Schleswig-Holstein in der Rüstungsindustrie, ein Großteil davon in der Marinetechnik. „Wir haben ein hohes Interesse daran, dass diese Arbeitsplätze im Land erhalten bleiben“, so Günther.

Günther würde TKMS gerne in Bau der Marine-Kampfschiffe einbeziehen

Bereits Mitte Februar war der Ministerpräsident zur Visite bei der benachbarten Werft German Naval Yards. Deren Chancen stehen gut, den Milliarden-Auftrag von der deutschen Marine für die Mehrzweckkampfschiffe „MKS 180“ zu bekommen. Zum Leidwesen von TKMS, die gemeinsam mit der Lürssen-Werft bereits von der Vergabe des Auftrags ausgeschlossen wurden.

Günther plädierte dafür, auch TKMS in das Projekt einzubeziehen. „Wie gut unsere Chancen da sind, kann ich nicht genau abschätzen“, sagte Geschäftsführer Rolf Wirtz. Die TKMS-Werft könne allerdings mit ihren Kernfähigkeiten in der Systemintegration einen wichtigen Beitrag leisten.

Kein Wackeln an deutsch-norwegischem U-Boot-Geschäft

Nach Berlin sendete Daniel Günther eine klare Botschaft: An der geplanten U-Boot-Kooperation zwischen Deutschland und Norwegen dürfe nicht gerüttelt werden. In der Debatte um die Höhe des Etats für die Bundeswehr hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gedroht, wichtige Rüstungsprojekte zu streichen.

Laut Medienberichten soll das deutsch-norwegische Projekt auf der Einsparliste ganz oben stehen, für das in Kiel insgesamt sechs U-Boote gefertigt werden sollen. „Unsere klare Forderung ist, und das habe ich auch gegenüber dem Verteidigungsministerium deutlich gemacht: Da darf jetzt nicht gewackelt werden“, sagte Günther. Bei den Rüstungsausgaben sei aus schleswig-holsteinischer Sicht noch Luft nach oben.

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