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Schleswig-Holstein Senioren wollen nicht mehr Stolperfallen tappen
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09:11 10.11.2018
Der Seniorenbeirat der Hansestadt Lübeck fordert nun, dass die Stadt regelmäßig eine feste Summe für die Reparatur und Instandhaltung von Fußwegen in ihren Haushalt einstellt. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Lübeck

Nicht nur Straßen und Radwege, auch Gehwege sind in Lübeck und vielen anderen Kommunen Schleswig-Holsteins in schlechtem Zustand. Frostaufbrüche, Schlaglöcher und durch Baumwurzeln hochgedrücktes Pflaster machen vor allem älteren und behinderten Menschen zu schaffen. Der Seniorenbeirat der Hansestadt Lübeck fordert nun, dass die Stadt regelmäßig eine feste Summe für die Reparatur und Instandhaltung von Fußwegen in ihren Haushalt einstellt. Was für Straßen und Radwege gelte, müsse auch für Bürgersteige gelten, sagte Seniorenbeiratsvorstand Bruno Böhm der Deutschen Presse-Agentur.

Für Radwege gab es schon Geld

Er berichtete von Höhenunterschieden zwischen Geh- und Radwegen an einer Fußgängerampel, die mit Rollator, Rollstuhl oder auch Kinderwagen kaum zu überwinden seien. „Besonders schlimm ist es in der Altstadt. In den Rippenstraßen sind die Bürgersteige oft ein einziges Flickwerk.“ Deshalb fordert der Seniorenbeirat von der Stadt, Geld für die Sanierung von Gehwegen in die Hand zu nehmen. „Allein für die Sanierung der Radwege hat die Stadt 2018 rund 1,8 Millionen Euro bereitgestellt, für 2019 sind weitere 1,2 Millionen Euro eingeplant. Es ist Zeit, auch mal an die Fußgänger zu denken“, sagte Böhm. Er werde in der nächsten Bürgerschaftssitzung anregen, „eine größere Summe für die Sanierung von Gehwegen in den Haushalt einzustellen“.

Gehwege werden nach Prioritäten saniert

„Wir bekommen etwa 50 Meldungen im Jahr zu schadhaften Fußwegen“, sagte Lübecks Stadtsprecherin Nicole Dorel. Diese würden überprüft. Und wenn die Verkehrssicherheit eingeschränkt sei, erfolge eine unmittelbare Sanierung. „Ansonsten werden die Gehwege im Rahmen der Haushaltsmittel nach Prioritäten saniert“, sagt Dorel.

Von Barrierefreiheit und Verkehrssicherungspflicht

Die Stadt Lübeck steht mit dem Problem nicht allein da. „In vielen Kommunen gibt es Schäden an Fuß- und Radwegen“, sagte der Geschäftsführer des Städteverbands Schleswig-Holstein, Marc Ziertmann. „Nach unseren Erfahrungen werden die aber in stark frequentierten Bereichen in der Regel zügig saniert.“ Schließlich gehe es auch um Barrierefreiheit und die Verkehrssicherungspflicht. „In reinen Anliegerstraßen stehen solche Schäden dagegen weniger im öffentlichen Fokus und es dauert entsprechen länger, bis sie behoben werden“, sagte Ziertmann.

RND/dpa

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