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Schleswig-Holstein HSH Nordbank wechselt den Besitzer
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17:05 28.11.2018
Von Ulrich Metschies
Am Mittwoch soll mit dem Closing der Verkauf der HSH Nordbank auch formal abgeschlossen werden. Quelle: Daniel Bockwoldt
Kiel

Die Käufer unter Führung der US-Finanzinvestoren Cerberus und Flowers wollen das Institut unter dem Namen "Hamburg Commercial Bank" mit deutlich weniger Personal fortführen. Für Unruhe in der Belegschaft sorgen Medienberichte, wonach die Zahl der Mitarbeiter von derzeit rund 1600 auf deutlich unter 1000 sinken könnte. Aktuell gibt es in Kiel noch 670 Beschäftigte. Befürchtet wird ein Abschmelzen auf weniger als die Hälfte.

"Es ist ein harter Schlag, dass der Standort Kiel reduziert werden soll", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die Regierung werde bei den neuen Besitzern der Bank dafür werben, "in Kiel so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten".

Standort Kiel ist Verlierer

Genau das forderte die Opposition vom Ministerpräsidenten: "Der bevorstehende Verlust von Hunderten Arbeitsplätzen in Kiel ist ein schwerer Schlag für die betroffenen Mitarbeiter und die Landeshauptstadt", sagte der SPD-Finanzpolitiker Thomas Rother. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) zeigte sich zuversichtlich, dass das hochqualifizierte Bankpersonal teils Anschlussjobs finden werde.

"Wie erwartet, zeichnet es sich ab, dass der Standort Kiel der Verlierer der Privatisierung sein wird", sagte die Betriebsratsvorsitzende Simone Graf. Besonders groß ist die Verunsicherung im IT-Bereich, der zu großen Teilen ausgelagert werden soll. Zwei externe Anbieter sollen noch im Rennen sein, und beide planen offenbar, Standardaufgaben künftig in Indien bearbeiten zu lassen.

HSH-Verkauf mit Sorge

Auch für die Kieler Innenstadt bedeutet die Privatisierung der Bank eine einschneidende Veränderung. Da das markante Hochhaus am Kleinen Kiel schon heute für die Bank zu groß ist, soll die Immobilie verkauft, und die Mitarbeiter sollen in einem der Nachbargebäude zusammengezogen werden. Bei der Stadt gibt es noch keine Vorstellungen über die Nutzung des zehnstöckigen Gebäudes, doch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) betont: "Diese hochwertige und zentral gelegene Immobilie, die auch das Stadtbild prägt, verdient eine hochwertige neue Nutzung." Der HSH-Verkauf erfüllt auch Kämpfer mit Sorge: "Es ist wenig gewonnen, wenn Schleswig-Holstein am Ende der Privatisierung mit Milliarden an Schulden, aber ohne klares Bekenntnis zum Standort Kiel dasteht."

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