Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Schleswig-Holstein "MSC Zoe" ist in der Ostsee
Nachrichten Schleswig-Holstein "MSC Zoe" ist in der Ostsee
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:04 18.01.2019
Von Frank Behling
Die "MSC Zoe" nach der schweren Havarie. Am Freitag ist der Koloss vorbei an Fehmarn in die Ostsee eingelaufen.  Quelle: Havariekommando
Kiel

In der Nacht zum 2. Januar hatte die 396 Meter lange "MSC Zoe" in einem Sturm in der Deutschen Bucht rund 270 Container verloren. Nur etwa 20 Container konnten bislang geborgen werden. Die Strände in Deutschland und den Niederlanden sind seit dem 3. Januar mit Teilen der Ladung verschmutzt worden.

Suche nach Container läuft

Die Suche und Bergung der 250 noch versunkenen Container wird vermutlich noch Monate dauern, da sie über eine lange Strecke entlang der deutsch-niederländischen Küste verstreut liegen. Viele der im Sturm ins Meer gestürzten Container wurden außerdem beim Aufprall im Wasser aufgerissen. Andere Behälter sind inzwischen durch Strömung und Gezeiten im Sandboden eingespült worden.

Nach der Bergung der an Bord umgestürzten Container durfte der Megaliner jetzt aber wieder den Hafen von Bremerhaven verlassen und in den Liniendienst zurückkehren. Das Schiff selbst überstand die Havarie mit nur geringen Schäden.

Frachter soll schnellstmöglich nach Polen

Die "MSC Zoe" nahm von Bremerhaven aus am Donnerstag sofort Kurs auf die Ostsee. Nach der Passage von Skagen ging es in der Nacht zum Freitag durch den Großen Belt südwärts. Am Freitag um 8 Uhr rauschte der Koloss mit 18 Knoten an Fehmarn vorbei zur Kadetrinne. Die Besatzung hat es eilig, da im Hafen Danzig der Liegeplatz noch am Freitagabend erreicht werden soll. 

Die "MSC Zoe" fährt in einem Gemeinschaftsdienst der Reedereien MSC (Schweiz) und Maersk (Dänemark) zwischen Ostasien und der Ostsee. Endhafen dieses Dienstes ist Danzig, wo es inzwischen zwei Liegeplätze für diese großen Containerschiffe gibt. Hinter der "MSC Zoe" folgt in nur wenigen Stunden Abstand bereits mit der "Majestic Maersk" der nächste Großcontainerfrachter mit Ziel Danzig.

Vor dem Auslaufen aus Bremerhaven hatte die Schweizer Reederei den deutschen Behörden aber die Übernahme aller Kosten für die Container sowie die Reinigung der Strände zugesichert. Die Reederei hat inzwischen ein dänisch-amerikanisches Spezialunternehmen mit der Bergung der Ladung beauftragt.

Die Hintergründe der schweren Havarie versucht derweil die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) in Hamburg zu ergründen. Ein Bericht dazu wird aber nicht vor Sommer erwartet.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Autofahrer in Norddeutschland müssen sich am Freitag auf glatte Straßen einstellen: In der Nacht kam es bereits zu mehreren Unfällen in Norddeutschland. Fahren Sie vorsichtig.

 
18.01.2019

Wenn Kinder an Krebs erkranken, dann bedeutet dies lange Klinikaufenthalte, Langeweile und viel Alleinsein. In der Klinik und trotzdem nah bei Familie und Freunden – das ermöglicht ein kleiner Roboter. Am Donnerstag wurde er auf dem Kongress „Vernetzte Gesundheit - für alle“ in Kiel vorgestellt.

Heike Stüben 18.01.2019

Das Verwaltungsgericht Schleswig hat eine besondere Form von Straßenausbaubeiträgen in Schleswig-Holstein als rechtlich unzulässig verworfen. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts dürfen in der Satzung nicht alle Verkehrsanlagen zu einem Abrechnungsgebiet zusammengefasst werden.

17.01.2019