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Schleswig-Holstein Wieder mehr junge Komasäufer im Norden
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07:38 03.12.2018
Die Zahl jugendlicher Komasäufer ist in Schleswig-Holstein wieder gestiegen. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Kiel

 Nach bisher unveröffentlichten Zahlen des Statistikamtes Nord gab es demnach im Vergleich zu 2016 eine Erhöhung um drei Prozent.

Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr 391 Jungen und 290 Mädchen aus Schleswig-Holstein im Alter zwischen 10 und 20 Jahren nach Alkoholmissbrauch in die Klinik gebracht. Das waren 20 mehr als 2016. Den größten prozentualen Anstieg - um 20 Prozent - gab es bei den 10 bis unter 15 Jahre alten Jungen. In dieser Altersgruppe kamen 2017 insgesamt 29 Rauschtrinker in die Klinik – fünf Kinder mehr als im Vorjahr. Im Langzeitvergleich zum Jahr 2006 stieg die Zahl der jugendlichen Komasäufer um 22 Prozent.

„Weg der Alkoholprävention fortsetzen“

„Kinder und Jugendliche müssen so gestärkt werden, dass sie selbst erkennen, dass sinnloses Betrinken weder cool noch schlau ist“, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP). Hier hätten in erster Linie Eltern, Freunde und das Umfeld junger Menschen eine Vorbildfunktion. „Die negative Entwicklung zeigt uns, dass wir den Weg der Alkoholprävention konsequent fortsetzen müssen“, sagte der Leiter der DAK-Landesvertretung, Cord-Eric Lubinski.

RND/dpa/jad

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