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Schleswig-Holstein Von Glyposat bis Salmonellen
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18:05 10.06.2018
Von Heike Stüben
Am Tag der Offenen Tür bekamen Besucher in Neumünster vielfältige Einblicke in die Arbeit des Landeslabors Schleswig-Holstein. Quelle: Uwe Paesler
Neumünster

Das Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH) ist Überwachungsbehörde und Dienstleistungszentrum zugleich. Dort werden Tierkörper auf BSE, Vogelgrippe, Schweinepest und andere Tierseuchen untersucht. Saatgut wird geprüft, ob es gentechnikfrei ist. Boden und Fließgewässer werden auf Abbauprodukte von 150 Pestizid-Wirkstoffen untersucht.

Überwachung von Lebensmitteln

Noch mehr Stoffe sind es bei den Lebensmitteluntersuchungen. Denn dort geht es auch um krankmachende Erreger wie EHEC, Listerien oder Salmonellen. „Das war hochinteressant“, lobten Jürgen und Renate Reimann aus Kiel anschließend, „uns war gar nicht klar, dass aus 10.000 Salmonellenkeimen innerhalb von vier Stunden 2,5 Millionen Keime werden können."

Service für Bürger

„Und das kann ich wirklich bei Ihnen untersuchen lassen?“ Das war eine der häufigsten Fragen von Besuchern, die sich um die Qualität ihres Bodens, Wassers oder des selbst angebauten Gemüses Sorgen machen. Die Antwort lautete immer „Ja, gegen eine Gebühr untersuchen wir das.“

Zur Feier des Tages konnten die Besucher aber kostenlos den PH-Wert ihres Gartenbodens untersuchen lassen. „Jetzt weiß ich wenigstens, warum das mit dem Rhododendron bei mir nicht klappt. Der PH-Wert der Gartenerde ist mit 7 viel zu hoch“, sagte eine Besucherin aus Bad Segeberg und bekam von LSH-Mitarbeiterin Susanne Mansfeldt den Tipp, es mit Kompost und Rindenmulch zu versuchen. „Mit Glück bekommen Sie den PH-Wert auf 5,5 gesenkt.“

Immer neue Tierseuchen

„Die Messmethoden werden immer feiner, die Wirkstoffe etwa bei Pflanzenschutzmitteln immer mehr und durch Globalisierung und Klimawandel werden wir mit immer neuen Tierseuchen konfrontiert. Damit wächst unser Aufgabenspektrum weiter“, erklärte die Direktorin des Landeslabors, Katrin Lütjen. So läuft gerade ein Monitoring-Programm zum Usutu-Virus: Der Erreger, der mit Warentransporten aus Afrika nach Deutschland gekommen sein soll, wird von Stechmücken übertragen und für das Amselsterben verantwortlich gemacht.

Weitere Infos

Eine Preisliste sowie die Geschäftsbedingungen des Landeslabores finden Sie im Internet.

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