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Schleswig-Holstein De Medizinschapp vun'e Buern
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12:00 21.09.2017
Von Heike Thode-Scheel
Lecker: Fleederbeern in'e Harvstsünn. Quelle: th

Wokeen nu nich an den doren Töverkraam glöven will, de weet doch tominnst, datt de Fleederbeerbusch so’n Aart „Medizinschapp“ is för de Minschen. Dat wüss all de antike Dokter Hippokrates över den Holderbusch. „Er ist ein nützlicher Strauch“ steiht in een oles Naturbook schreeven. De Wetenschapler hebbt rutfunnen, datt in nahto alle Deele vun den Fleederbeernbusch „wirksame Inhaltsstoffe“ binn sünd. Vun de Beeren kann een Saft kaken. De hölpt op’t Best, wenn du verköhlt büst un Wehdaag in‘ Hals hest. Denn dor is veel Vitamin C binn un verscheden Mineralien. Dor kümmt man ganz schön in’t Sweeten . . .

 Ut de Blöten warrd Tee maakt gegen Fever, Verköhln, Akne un Blosenentzünden. Un wenn man de witten Blöten opkaken deit, hölpt de as Ümsläge gegen Prellungen un Ohrpien. De Rinde schall good gegen Neuralgien ween un gifft as Tee dat Hart Stütt un Stöhn. Aver Vörsicht: De Bläder, Beeren un Samen sünd giftig, wenn  se roh eten warrd. Dor is nämli Sambunigrin binn – un dor kriggt man Dörchfall vun, man mutt spucken, kriggt Krämpfe un kriggt keen Luft mehr. Dörch’t Kaken zerfallt dat Gift – un denn is dat allerbeste Medizin.

De Fleederbeerbusch höört sogoor mit to de öllsten wilden Heilplanten. Holunderbeerkerne hett man all blangen Pfahlbuten ut’e Steentiet funnen. De olen Germanen hebbt ünner’n Hollerbusch ehr Göttin Holla Opfer bröcht. Un för de Römer weer Fleederbeersaft „göttliches Blut“. Dat würr mit Wien vermengeleert, dormit de schön rood utsehn de.

Aver se hebbt nich blots den Wien mit den Beerensaft farvt, sünnern ok Ledder un sogor ehre Hoor. So plietsch weern unse Vörfohrn. Dor kiekt sik hüüttodaags sogor de dore Lebensmiddelindustrie noch wat vun af: De farvt nich mehr mit künstliche Stoffe, de nehmt nu Fleederbeersaft un haut dat in sööten Slickerkraam rin un in‘ Joghurts un Marmeloden. Mit Fleederbeersaft kannst sogor molen: Uns grooten norddüütschen Moler Emil Nolde harr jo een Farv besünners geern: Rotviolett: „Mit Holunder- und Rotebeetesaft machte ich Malversuche, ich mochte so gern die rotviolette Farbe . . .“

Egol, wat  en all’ns mit Fleederbeern opstellen kann: För mi gifft dat nix beteres as unse sleswig-holsteensche Fleederbeersupp. Mit Fleederbeern frisch ut’n Knick un mit de fienen, suuren Boskopp-Appeln ut’n Goorn! Un mit Grießklümp, de in de düüsterviolette Supp swimmen doot. „Morgen fröh, wenn allens glückt, morgen fröh, denn ward se plückt!“ Dat kannst glöven! Un kaam mi nich in'e Mööt!

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