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Schleswig-Holstein Deutscher Tanker rammte Gasplattform
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13:20 01.01.2018
Von Frank Behling
Der Tanker "Elsa Essberger" ist am Silvesterabend auf der Nordsee gegen eine Ölplattform gefahren und wurde schwer beschädigt. Quelle: Frank Behling

Die "Elsa Essberger" befand sich mit Öl auf der Reise von Antwerpen nach Malmö, als sie aus noch ungeklärter Ursache kurz nach 19 Uhr am Silvesterabend mit voller Fahrt in die fest im Meer verankerte Plattform krachte. Die Plattform "Unocal Q1" steht etwa 20 Seemeilen vor der niederländischen Küste bei den Helder.  Die 1995 dort errichtete Anlage ist Teil eines Öl- und Gasfelds im niederländischen Teil der Nordsee vor Den Helder.  Die Betreibergesellschaft legte die unbesetzte Plattform von einem Kontrollzentrum an Land aus sofort still. Die niederländische Küstenwache schickte  den Notfallschlepper "Guardian" zur Unglücksstelle und sicherte den Havaristen. Eine Ölverschmutzung wurde nicht festgestellt.

"Elsa Essberger" ging vor Anker

Die am Bug schwer beschädigte "Elsa Essberger" konnte sich aus der Plattform sich aus eigener Kraft wieder befreien und ging neben der beschädigten Plattform auf Anweisung der niederländischen Küstenwache vor Anker. Bei der Kollision wurden mindestens zwei der vier stählernen Beine der  Plattform "Unical Q1" beschädigt und zum Teil eingedrückt. Die "Elsa Essberger" hat erhebliche Schäden am Vorschiff – schwimmt aber stabil.  Der vordere Mast ist teilweise weggerissen worden und der Rumpf sowie das Deck sind an mehreren Stellen aufgerissen.

Die "Elsa Essberger" fährt für die Hamburger Traditionsreederei John T.  Essberger GmbH & Co KG. Registriert ist der Tanker aber auf der zur EU gehörenden portugiesischen Insel Madeira. Der 99,4 Meter lange und  4824 BRZ große Tanker wurde 2013 in der Türkei gebaut. Für den Transport von Öl und Chemikalien besitzt das Schiff zwölf Ladetanks.

Zweite Havarie vor Helgoland

Eine zweite Havarie sorgte auf Helgoland für Aufsehen. Am Silvestermittag hatte das Passagierschiff "Helgoland" beim Anlegen im Hafen der Insel einen Dalbensteg gerammt und beschädigt. Das Schiff trug dabei nur leichte Schäden davon und konnte seien Rückreise nach Cuxhaven wie geplant antreten. Der Schaden an dem Anleger ist jedoch beträchtlich.

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