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Schleswig-Holstein Hoffnung für deutsche Traditionsschiffe
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07:00 22.04.2017
Von Cornelia Müller
Traditionsskipper Ewald Huß von der "Platessa" aus Eckernförde hat Hoffnung, "dass am Ende doch eine gute Lösung für den Erhalt und Betrieb der Traditionsschiffe herauskommt". Quelle: Cornelia D. Mueller
Eckernförde

Auf dem 81 Jahre alten Haikutter „Platessa“ im Hafen von Eckernförde sind 20 Ehrenamtliche bei der Saisonvorbereitung. Freiwillige vom Verein Eiderdrift machen ihr 25 Meter langes Holzschiff fit. „Und im Mai geht die Werft ans Unterwasserschiff“, sagt Skipper Ewald Huß. Mit der Arbeit der Mitstreiter ist der Vereinschef zufrieden. „Aber für den Gesetzgeber gilt das erst, wenn man uns ernst nimmt. Jubel wäre verfrüht.“

Traditionsschiffe nicht an der Berufsschifffahrt messen

Huß sorgt sich, dass die Ausbildung seiner Mannschaft unter drei Skippern nicht länger an Regeln für Sportschiffer, sondern an der Berufsschifffahrt gemessen wird. Andere Skipper wissen, dass sie die technischen Vorgaben des SchVO-Entwurfs nicht erfüllen könnten. Dazu zählen wasserdichte Schotts im Rumpf, wo nie welche waren; längere Ankerketten, deren Gewicht die Manövierfähigkeit stören würde; Metallniedergänge, deren Nachrüstung unmöglich wäre.

Es geht um das maritime Erbe

„Es gibt jetzt berechtigte Hoffnung“, bestätigt Jan-Matthias Westermann vom Dachverband der Traditionsschiffer. „Das Ministerium scheint nun zu begreifen, dass man uns nicht über einen Kamm scheren kann und es um den Erhalt maritimen Erbes geht.“ Der Hamburger ist ehrenamtlicher Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission für historische Wasserfahrzeuge (GSHW). Noch im Februar hatte Dobrindts Staatssekretär den Bundesratsbeschluss, die Betroffenen zu hören, als unbegründet abgewiesen. Als die GSHW kürzlich in Hamburg bei der Nationalen Maritimen Konferenz demonstrierte, sagte Dobrindt selbst den Runden Tisch zu. Am Montag, 24. April, ist in Berlin das erste Gespräch.

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