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Schleswig-Holstein Fürstin droht Rauswurf aus der Fraktion
Nachrichten Schleswig-Holstein Fürstin droht Rauswurf aus der Fraktion
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17:16 29.11.2018
Von Christian Hiersemenzel
Doris von Sayn-Wittgenstein (AfD) muss kommende Woche mit ihrem Rauswurf aus der Fraktion rechnen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Doris Fürstin von Sayn-Wittgenstein droht der Rauswurf aus der AfD-Fraktion. Anlass ist ein Bericht in „Die Welt“, wonach die schleswig-Holsteinische Politikerin am 18. Dezember 2014 im Internet um Unterstützung für den als rechtsextrem eingestuften Verein Gedächtnisstätte im thüringischen Guthmannshausen geworben hat. Die AfD-Fraktionssitzung soll am 4. Dezember 2018 stattfinden. 

Laut niedersächsischem Verfassungsschutz dient die Gedächtnisstätte Guthmannshausen in Thüringen einer „revisionistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Geschichtsbetrachtung und -verbreitung“.

Eka von Kalben fordert AfD zur Trennung auf

Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben, die am Mittwoch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besuchte, forderte die AfD-Fraktion zur Trennung auf. Mit in Israel ist auch AfD-Fraktionschef Jörg Nobis.

Sein Stellvertreter Claus Schaffer teilte mit, dass der Gedächtnisstätten-Verein in Thüringen auf der Unvereinbarkeitsliste der Partei AfD stehe und die Fraktion deshalb zum Reagieren gezwungen sei. Die weitere Vorgehensweise sei in engem Kontakt mit dem Fraktionschef abgestimmt worden.

Doris von Sayn-Wittgenstein im Verein Mitglied?

Die Landtagsabgeordnete habe in einem Gespräch am Mittwoch nicht nur bestätigt, dass sie zur Unterstützung des Vereins aufgerufen hat, sondern auch erklärt, dass sie dort seit Jahren Mitglied sei, teilte Fraktionschef Jörg Nobis am Donnerstag mit.

Sayn-Wittgenstein wies die Darstellung der Fraktion zurück. „Ich war und bin nicht Mitglied des Vereins“, sagte sie. Auf ein werbendes Schreiben von ihr aus dem Jahr 2014 angesprochen, sagte sie, der Verein sei als gemeinnützig anerkannt gewesen und habe damals weder auf der Liste des Verfassungsschutzes noch auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD gestanden.

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