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Schleswig-Holstein Düsse Veer rappt all'ns platt
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06:00 07.01.2016
Blowm (rechts vöörn), dor achter Benefit, links blangen Blowm sitt Reddich un dor achter Maddin Quelle: Ines Barber

     Ach jo, af un an sünd se ok to veert ünnerwegens – as „Maudefaades“. Also, Blowm, de Dichter, Denker un Sänger mit sien Kumpel Maddin vun‘e Bremer Kant, de Gitarrist Benedikt, alias „Benefit“ un an ‘e Hip-Hop-Rhythmus-Maschien  Philipp Reddig, alias „Reddich“. Yo Mann!

Achter den Sänger un Dichter Blowm steiht Hendrik Bloem. Een studeerte Spraakwetenschapler un Politikweetenschapler, een Lyriker, een Mann, de op Hochdüütsch sowieso un op Platt sien Kunst ünner de Lüüd bringen deit. He jongleert mit‘e Wöör, mit‘e Sülven, mit‘n Klang vun‘e plattdüütsche Spraak un mit den modernen Hip-Hop Sound. He nöömt sik sölben den „plattdüütschen Jay-Z“ – mit’n Ogenplinkern versteiht sik.

To Welt komen ist Blowm in Emmen (Emden) 1983. Al as Jung vun twölv Johrn fung he dat Rappen an. Un dat Plattdüütsche, dat hett he vun Oma un Opa mitkreegen. Jüst so as ok  Maddin (Martin Haß mit richtigen Naam) – sien Oma hett sik mit em extra hinsett un Platt övt. Kennen doot sik de beiden Rapper all siet ehre Schooltiet. Mit de Musik un ehre Band hett aver all’ns eerst veel later anfungen: 2011. Dor hett Blowm nämli mit’n Platt-Rap den drütten Platz bi’n Plattsounds-Wettbewarb maakt. Un wat passt op’t Best to’n Rap? Dat Slagtüüch. An dat Instrument is Maddin jo Experte. De richtige Rhythmus liggt em in’t kabbelige Blood.

In ehre Leeders geiht dat üm Heimatgeföhle, harte Arbeit, man ok üm düt typisch norddüütsche Geföhl, „man suutje Lüüd . . . nich meckern, doon is beter. Hau rin un jammer nich!“ Dat verpackt se in ehr Riemels un jümmers düükert dor bekannte plattdüütsche Schnacks op. „Wat mutt dat mutt“ – is klor. Oder ok „Nützt ja all‘ns nix“. Aver nix vunwegen Shanty-Chor-Romantik. Dor hebbt se nix mit an‘ e Kapp: Se rappt över dat, wat se in ehrn Alldag över’n Wech lopen deit.

 Un dat schient de Lüüd to gefallen. „Am Ende machen wir immer Gefangene“, Maddin lacht. Un Recht hett de slanke Lulatsch mit de veelen Tatoos. Een mutt de ostfreeschen Keerls live beleeven. Woans se sik rinleggt in‘e Show, danzt, de Wöör ruthaut, den heelen Saal in Hip-Hop-Rhythmus to‘n Nickköppen bringt:  „Mien Oma seggt Yo – mien Opa seggt Yo. Mien Oma un mien Opa seggen beid jümmers yo.“ Denn kannst blots noch „Jo“ ropen un nickköppen .

Vun Travemünn bit Bremen, vun Greetsiel bit Hamburg un hooch na Kiel un trüch. Dat löppt bi de Jungs. . .

www.blowm.de

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