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Schleswig-Holstein Die Angst vor Straftaten nimmt zu
Nachrichten Schleswig-Holstein Die Angst vor Straftaten nimmt zu
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17:04 15.01.2018
Von Niklas Wieczorek
Wohnungseinbrüche werden von den Befragten deutlicher wahrgenommen. Quelle: Horst Ossinger
Kiel

Die Dunkelfeldstudie basiert auf „Gefühlen, Empfindungen und Meinungen“, erläuterte Innenminister Grote im Landeshaus. Die Studie erhelle den Sicherheitsbehörden den Teil der Kriminalität, den offizielle Statistiken nicht abbilden. Die insgesamt zweite Auflage der vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) aufgelegten Befragung von 25.000 Bürgern zeigt jetzt einen leichten Anstieg der Unsicherheit.

Zwar fühlen sich in der Nachbarschaft generell weniger Menschen unsicher, doch geben jetzt 19,3 statt vor zwei Jahren 17,1 Prozent der Bürger an, sich nachts allein in der Nachbarschaft zu fürchten. Leicht steigt auch die Angst, Opfer unterschiedlicher Straftaten zu werden. „Der beste Schutz vor Kriminalität ist ein intaktes Wohnumfeld“, kommentierte Grote die Zahlen - und verwies darauf, dass die tatsächlichen Straftaten im Vergleich zum Gefühl nicht steigen. Landespolizei und Landeskriminalamt (LKA) werden sorgfältige Schlüsse aus diesem Anstieg ziehen, so der Minister.

Wohnungseinbrüche werden stärker wahrgenommen, Flüchtlinge ausgeglichen

Positiv dagegen erschienen Grote und dem Studien-Verantwortlichen im LKA, Lars Riesner, eine deutlich größere Aufmerksamkeit und Vorbereitung der Bürger auf den Einbruchsschutz. Außerdem zeigten die Zahlen eine „Unaufgeregtheit der Norddeutschen“ (Riesner) im Umgang mit dem Thema Flüchtlinge. 19 Prozent nehmen viele Flüchtlinge in ihrer Umgebung wahr, 24,8 Prozent sehen diese als Bereicherung, 12,1 Prozent eher als Bedrohung. 

Mit der Polizeiarbeit sind die Menschen im Land laut Studie sehr zufrieden, nehmen Beamte aber wiederholt als überlastet wahr. Der stellvertretende und kommissarische LKA-Leiter Stephan Nietz kündigte außerdem ein Projekt an, mit dem Opfer den Fortschritt ihrer Anzeigen besser verfolgen können. Grote dagegen bekräftigte seine Zustimmung die 100.000-Euro-Studie fortzuführen – mehrere Varianten seien dafür denkbar, so der Minister.

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