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Schleswig-Holstein Verkauf gefährlicher OBikes gestoppt
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17:12 27.09.2018
Rund 10.000 Leihfahrräder des Anbieters Obike stehen in einer Lagerhalle. Sie wurden Ende August verkauft.  Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Kiel

Das schleswig-holsteinische Verbraucherschutzministerium hat den Verkauf der sogenannten OBikes aus China gestoppt und vor der Benutzung der Billig-Fahrräder gewarnt. Zwei Prüfstellen im Auftrag der Hamburger Marktüberwachungsbehörde hätten unabhängig voneinander erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt, teilte das Ministerium am Donnerstag in Kiel mit. Der Verkauf der Fahrräder sei untersagt und ein Rückruf bereits verkaufter Fahrräder angeordnet worden. Dem Betreiber des Verkaufslagers in Barsbüttel im Kreis Stormarn sei eine entsprechende Verfügung zugestellt worden.

Bremskraft wird nicht erreicht

"Sicherheitstechnische Stichprobenuntersuchungen haben ergeben, dass die nach der entsprechenden europäischen Norm geforderte Bremskraft für Neufahrräder der Marke OBike nicht erreicht wird", warnte das Ministerium. Somit bestehe für Verkehrsteilnehmer ein Unfallrisiko, insbesondere bei unvorhergesehenen Gefahrensituationen. Käufer sollten sich wegen einer Rücknahme an den jeweiligen Verkäufer zu wenden.

Mehr als 10.000 Fahrräder des wirtschaftlich angeschlagenen Leihanbieters Obike wurden im August aus einer Lagerhalle in Barsbüttel (Kreis Stormarn) bei Hamburg an Großhändler und Privatkunden verkauft - für 70 Euro pro Stück. Der Fahrradverleiher Obike war erst im vergangenen Jahr gegründet worden und meldete im Sommer in seiner Heimat Singapur Insolvenz an. Das Züricher Transportunternehmen "Umzug 24", das europaweit mittlerweile mehr als 50 000 Obikes übernommen hat, verkaufte im August einen Großteil der Räder aus Barsbüttel.

Von dpa

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