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Schleswig-Holstein Polizei soll Taser bekommen
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10:01 03.11.2018
Von Bastian Modrow
Der Einsatz wird auch in Schleswig-Holstein diskutiert: Ein Polizeibeamter schießt mit einem Taser. Quelle: Andreas Arnold/dpa
Kiel

„Die Landespolizei braucht den Taser“, erklärte Geerdts auf dem Landesdelegiertentag der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Kiel. Eine Entscheidung der Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP steht allerdings noch aus.

Er habe sich mit mehreren Polizisten ausgetauscht, die im Dienst ihre Waffe einsetzen mussten, sagte Geerdts. „Übereinstimmend äußerten sie den Wunsch, in Schleswig-Holstein den Taser in den Einsatz zu bringen.“ Diese Gespräche hätten seine „persönliche Meinung gefestigt, die Landespolizei mit dem Taser ausstatten zu wollen“. Geerdts betonte allerdings, dass die Koalition sich in der Sache noch positionieren müsse.

Hessen, Hamburg und Berlin haben Taser

Anders als die Grünen, für die es „einen ausführlichen Diskussionsprozess“ über die Erfahrungen anderer Bundesländer mit Elektroschockpistolen gibt, drängen CDU und FDP auf ein Pilotprojekt. Hessen, Hamburg und Berlin haben die Geräte bereits eingeführt. „Ein Taser kann ein gutes Einsatzmittel sein zwischen Schusswaffe und Pfefferspray“, sagte Tim Brockmann (CDU). Für Jörg Hansen (FDP) kann nur eine Probephase zeigen, ob sich die Geräte im Alltag bewähren.

Taser müssen offiziell als Waffe zugelassen werden

Die DPolG begrüßt ausdrücklich, dass sich Geerdts „klar und unmissverständlich“ für die Geräte einsetzt. Die konkurrierende Gewerkschaft der Polizei (GdP) will ein Pilotprojekt auf die Sondereinheiten SEK und MEK beschränken.

Für ein Pilotprojekt muss der Landtag zunächst das Verwaltungsgesetz ändern und Distanz-Elektroimpulsgeräte offiziell als Waffe zulassen. Über einen entsprechenden Antrag der AfD-Fraktion soll in der kommenden Woche abgestimmt werden.

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