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Schleswig-Holstein Digitale Stromzähler werden Pflicht
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09:01 30.04.2018
Von Ulrich Metschies
Die alten schwarzen Zähler haben ausgedient und werden schrittweise durch intelligente Messgeräte ersetzt. Quelle: Britt Mielke
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Kiel.

 Die Piraten sprechen von einem „Zwangseinbau teurer Spionagezähler“. Der Bürger ist verpflichtet, die neuen Geräte installieren zu lassen. Er kann dies nicht ablehnen, auch wenn es für ihn dauerhaft die Fixkosten erhöht. So steht es im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Ziel: Erneuerbare Energien sollen effektiver genutzt werden. Die elektronischen Stromzähler sollen dabei helfen. Sie können den Stromverbrauch von Tagen, Monaten und Jahren speichern. Als Smart Meter können sie via Internet Signale senden und empfangen. 

Haushalte sollen ihren Stromverbrauch permanent verfolgen können

So soll der Verbraucher auch aus der Ferne seinen Stromverbrauch verfolgen und steuern können. Den Anschluss eines Smart Meters müssen aktuell alle Haushalte und Firmen mit einem Jahresstromverbrauch ab 10000 Kilowattstunden (kWh) akzeptieren. Außerdem sind Smart Meter bei Neubauten, größeren Renovierungen, bei Wärmepumpen, Speicherheizungen und Photovoltaikanlagen mit einer Leistung zwischen sieben und 100 Kilowatt Pflicht. Ab 2020 sind Smart Meter auch für Haushalte mit einem Jahresverbrauch ab 6000 kWh vorgesehen. Die Bundesnetzagentur weist aber darauf hin: Verlangt der Messstellenbetreiber den Einbau, muss man ein Smart Meter auch bei einem geringeren Verbrauch akzeptieren.

Die neuen Zähler verursachen höhere Jahresgebühren

Ein Smart Meter bedeutet dauerhaft eine höhere Jahresgebühr. Der Gesetzgeber hat sie aber begrenzt, für einen Haushalt mit 3400 kWh zum Beispiel auf 40 Euro im Jahr. „Ich bezweifele stark, dass die Einspeisungen durch ein Smart Meter die Zusatzkosten aufwiegen“, sagt Roman Kaak, Geschäftsführer beim Verband der Energie- und Wasserwirtschaft. 

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