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Schleswig-Holstein Ist das E-Auto eine echte Alternative?
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05:00 09.07.2018
Von Sven Hornung
Zum Tanken geht es an die Steckdose. Reinhardt Schmidt-Moser aus Heikendorf fährt seit fünf Jahren ein Elektroauto. Quelle: Ulf Dahl
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Heikendorf

Ende Juni vergangenen Jahres wurde Reinhard Schmidt-Moser aus Heikendorf als Experte von den Grünen zur Gemeindevertretersitzung eingeladen, um im Amt Schrevenborn eine Ladestation für E-Autos auf den Weg zu bringen. Doch bis heute ist augenscheinlich nichts passiert. „Die Mobilität verändert sich. Wir müssen endlich damit beginnen, die Infrastruktur dafür zu schaffen“, sagt er.

Nach sechs Stunden ist der Akku voll

In Schleswig-Holstein gibt es derzeit etwa 400 Ladesäulen, meistens mit zwei Steckdosen à 22 Kilowatt. 40 Minuten dauert es, das E-Auto aufzuladen. Bei stärkerer Kilowatt-Leistung geht es auch schneller. Zu Hause nutzt der Heikendorfer nur normalen Haushaltsstrom (3,7 Kilowatt). In fünf bis sechs Stunden ist der Akku wieder voll. „Natürlich könnte ich mir auch Starkstrom legen, aber wir kommen auch so gut klar“, sagt der 66-Jährige. 180 Kilometer Reichweite schaffte Schmidt-Mosers Renault Zoe nach dem Kauf, fünf Jahre und 85.000 gefahrene Kilometer später sind es noch etwa 170 Kilometer.

Die größten Stärken auf der Kurzstrecke

Wenn er seine Kinder in Hamburg besucht, wählt er einen Parkplatz mit Ladesäule in der Nähe. „Eine längere Reise nach Bremen oder Dänemark setzt ein bisschen Planung voraus. Aber wir sind noch nie liegen geblieben.“

Die größten Stärken haben E-Autos auf der Kurzstrecke, das gibt Schmidt-Moser bereitwillig zu – obwohl die neueren Modelle sogar schon auf etwa 300 Kilometer Reichweite kommen. Der Kaufpreis ist zwar noch relativ hoch, „aber der Unterschied zum Benziner wird immer geringer“, meint der Rentner.

Einen Dachgepäckträger für den Zoe gibt es noch nicht

Dem Heikendorfer geht es vor allem um das Bewusstsein, „etwas für die Umwelt zu tun“. Der Fahrspaß komme dabei aber keineswegs zu kurz: „Das Auto ist nahezu lautlos beim Gasgeben. Gleitendes Fahren, dazu ein sehr kräftiger Motor, ohne schalten zu müssen. Ich finde das großartig.“

Ganz ohne Benziner kommt er aber doch nicht aus. Dafür hat er natürlich eine Erklärung parat: „Mir fehlt für den Zoe ein Dachgepäckträger, um unser fünf Meter langes Kanu ein paar Mal im Jahr zu transportieren. Das wird vom Hersteller noch nicht angeboten.“

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