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Schleswig-Holstein Eine Mail und viel Furore
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11:56 07.03.2018
Von Fatima Krumm
Die Vorsitzende des Astas, Teresa Jütten, hat für Kritik Verständnis.
Kiel

„Make Feminism a threat again“ – Feminismus wieder zur Bedrohung machen - lautet das Motto der Demo zum Weltfrauentag, die am Weltfrauentag in Kiel stattfindet. Weiter ruft die Mail dazu auf, „laut und wütend dem Patriarchat entgegenzutreten.“

Dabei ist es nicht das Thema Feminismus, das auf Kritik stößt. Es ist die Rhetorik, die Empörung auslöst und in sozialen Netzwerken intensiv diskutiert wurde.

„In der Radikalität der Formulierung spricht die Veranstaltung nur einen kleinen Teil der Gesellschaft an“, sagt ein Student der Ethnologie, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Dadurch läuft es der Sache zuwider.“

Die Kritik kommt keineswegs nur von Männern. Esther Wehrhahn findet es zwar „extrem wichtig“, dass sich der Astamit Feminismus auseinandersetzt, kritisiert aber gerade deshalb das Motto. „Ich finde es schade, dass sie solche Trump-Rhetorik benutzen, die verhindert die Mission." Ein Aufruf müsse zwar emotional sein, so werde die Veranstaltung allerdings entwertet.

Auch Hochschulgruppen machen deutlich, was sie davon halten. „Der Asta soll alle Studierenden vertreten, der Aufruf wiederspricht dem Neutralitätsgebot“, meint Marvin Oblau, Mitglied der liberalen Hochschulgruppe.

Carolin Maase, Mitglied des Rings christlich-demokratischer Studenten, schließt sich der Rhetorikritik an. „Kampf und Bedrohung sind Wörter, die Gewaltbereitschaft widerspiegeln. Die gehören weder in einen demokratischen, gesellschaftlichen Diskurs, noch an die Uni.“ Ihrer Meinung nach hätte auch das Präsidium, das die Mail autorisiert hat, genauer hingucken müssen. Die CAU sieht darin allerdings kein Problem.

Die Vorsitzende des Astas, Teresa Jütten, hat für Kritik Verständnis. „Das Motto soll polarisieren.“ Jütten selbst ist eine der Organisatorinnen der Demonstration, betont aber, dass das nichts miteinander zu tun habe. „Als Asta hätten wir wohl ein anderes Motto gewählt.“ Die Begriffe, so Jütten, hätten nichts mit Gewalt zu tun, es gehe um den Kampf durchs Lebens Leben zu kommen. Kritiker in sozialen Netzwerken meinen jedoch, wer erklären müsse, wie etwas gemeint sei, der habe die Worte falsch gewählt.

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