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FSG bringt Jumbofähre zu Wasser

Flensburger Werft FSG bringt Jumbofähre zu Wasser

Mit einem traditionellen Stapellauf hat die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft am Freitag den Neubau „W.B. Yeats“ zu Wasser gebracht. Der Neubau ist die größte bislang in Flensburg gebaute Passagier- und Autofähre. Kurz nach 13 Uhr lief der Rumpf aus der Halle in die Förde.

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Traditioneller Stapellauf in Flensburg: Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) hat am Freitag den Neubau „W.B. Yeats“ zu Wasser gebracht.

Quelle: Frank Behling

Flensburg. Dort nahmen die drei Kieler Schlepper „Holtenau“, „Stein“ und „Kitzeberg“ den Neubau in Empfang und brachten ihn sicher an die Ausrüstungspier. In den kommenden Tagen werden die von einer polnischen Werft im Unterauftrag zugelieferten Aufbau-Sektionen auf den Rumpf gesetzt. Mit einem Gewicht von 12 600 Tonnen ist es der schwerste Neubau, der bislang in Flensburg vom Helgen in die Förde rutschte.

"W.B. Yeats" künftig zwischen Irland und Frankreich im Einsatz

Die „W.B. Yeats“ mit der Werftbaunummer 771  ist für die Fährgesellschaft Irish Ferries bestimmt und soll zukünftig zwischen Dublin in Irland und Cherbourg in Frankreich eingesetzt werden. Dort pendelt zur Zeit die „Oscar Wilde“, die bis 2007 als „Kronprins Harald“ zwischen Kiel und Oslo fuhr. „Mit diesem Neubau steigen wir in ein neues Segment ein. Es ist die erste Kreuzfahrtfähre, die unsere Werft baut“, sagte Geschäftsführer Rüdiger Fuchs. Der Schiffstyp „RoPax28“ wurde in Flensburg entwickelt und stößt im Fährschiffsmarkt bereits auf großes Interesse. Insgesamt hat die Werft derzeit drei Passagierfähren und zwei RoRo-Schiffe unter Vertrag. Für zwei weitere Passagier- und Autofähren hat die Werft einen Vorvertrag unterzeichnet.

Platz für 300 Pkw und 187 Lkw auf vier Fahrzeugdecks

Die „W. B. Yeats“ soll am 12. Juli in Dublin den Fährdienst beginnen. Bis dahin muss das Schiff in Flensburg ausgerüstet und erprobt werden. Der Bau stellt die Werft vor enorme Herausforderungen. Das 194 Meter lange und 31 Meter breite Schiff ist für die Werfthalle in Flensburg das Maximum. Besonders bei der Breite ist mit der „W.B.Yeats“ fast das Limit der Schiffbauhalle in Flensburg erreicht. Der Neubau hat eine Vermessung von 50 000 BRZ und hat auf 2800 Lademetern in den vier Fahrzeugdecks Platz für 300 Pkw und 187 Lkw. Auf vier Passagierdecks sind Kabinen, Restaurants und Bars für bis 1900 Passagiere.  „Die Ausstattung wird ein sehr hohes Niveau haben“, sagt Fuchs.

Weitere Jumbo-Fähre in Auftrag

Bestellt wurde der Neubau von der Irish Continental Group (ICG), die die Fährlinien der Irish Ferries betreibt. Die Flensburger Werft ist eine Tochter der norwegischen Siem Gruppe. ICG hatte erst zum Jahreswechsel eine weitere Jumbo-Fähre in Flensburg bestellt, die noch etwas größer werden soll.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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