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Schleswig-Holstein Bundeswehr forscht vor Algerien
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11:13 14.01.2018
Von Frank Behling
Das Wehrforschungsschiff „Planet“ auf dem Weg nach Algerien im Nord-Ostsee-Kanal. Quelle: Frank Behling
Kiel

Am Freitag hat die „Planet“ Kiel verlassen und ist durch den Nord-Ostsee-Kanal zu einer bislang einzigartigen Forschungsreise aufgebrochen. Nach einem Zwischenstopp in der Nato-Basis Lissabon soll das 73 Meter lange und 27 Meter breite Doppelrumpfforschungsschiff Kurs auf Algerien nehmen.

Von dem algerischen Marinestützpunkt Oran aus soll die „Planet“ dann zwei Wochen lang Waffensysteme testen, wie aus Bundeswehrkreisen zu erfahren war. Dabei stehen auch Funktionsnachweise für die neuen algerischen Fregatten „Erradi“ und „El Moudamir“ auf dem Programm, die 2014 bis 2017 in Kiel bei German Naval Yards gebaut wurden. Diese Fregatten haben zum Teil Waffen an Bord, wie sie auch auf neuen Fregatten der Deutschen Marine zum Einbau kommen.

Für diese Reise wurde die „Planet“ mit drei Spezial-Containern sowie einem Container mit Ausrüstung beladen. Außerdem ist die „Planet“ mit einem Schienensystem zum Ausbringen von Minen und Unterwasserdrohen in Kiel ausgerüstet worden. Details über die einzelnen Aufgaben bei dem Einsatz in Algerien unterliegen jedoch der Geheimhaltung.

"Planet" zum ersten Mal vor Algerien

Es ist die erste Reise der „Planet“ nach Algerien.  Wie aus Bundeswehrkreisen zu erfahren war, soll die „Planet“ Mitte Februar wieder nach Kiel zurückkehren. Das nordafrikanische Land ist derzeit ein wichtiger Partner der Nato bei der Mittelmeer-Kooperation. Am 26. Oktober wurde ein Forschungsprojekt gestartet, an dem Wissenschaftler der Nato-Staaten sowie aus  Schweden und Algerien beteiligt sind. Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien zum Aufspüren und Erkennen von Sprengsätzen.

Parallel zur Nato bauen auch China und Russland ihre Beziehungen zu Algerien aus. So ist derzeit ein chinesischer Marineverband in Algier. Aus Russland werden im kommenden Jahr zwei U-Boote nach Algerien geliefert.  

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