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Haben sie das Zeug zur Habeck-Nachfolge?

Gerüchteküche Haben sie das Zeug zur Habeck-Nachfolge?

Der geplante Wechsel von Umweltminister Robert Habeck an die Spitze der Bundesgrünen lässt im Landeshaus die Gerüchteküche brodeln. Nach Informationen unserer Zeitung werden in der Öko-Partei bereits eine Handvoll möglicher Nachfolger gehandelt.

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Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck.

Quelle: Markus Scholz

Kiel. „Es ist eher nicht so, dass wir einen Mangel an Kandidaten haben“, versichert die Vorsitzende der Nord-Grünen, Ann-Kathrin Tranziska. Überlegungen über mögliche Nachfolger stünden aber erst an, wenn Habeck Ende Januar auf einer Bundesdelegiertenkonferenz wirklich zum Parteichef gewählt würde. Habeck (48) selbst bekräftigt seine Ambitionen, stellt aber zugleich klar, dass die Bundesgrünen zunächst ihre Satzung ändern müssten, damit er in einer Übergangszeit (ein Jahr – plus, minus) einige Ministerprojekte in Kiel abschließen könne. Zudem müsse „jemand Zeit haben, sich in das Amt einzufinden“.

Die geringsten Probleme dabei hätte Umwelt-Staatssekretärin Anke Erdmann (45). Die Volkswirtin gilt für den Fall der Fälle bereits seit Wochen als erste Wahl für den Ministerstuhl – und das auch beim Jamaika-Partner CDU. Der Haken: Erdmann hat dem Vernehmen nach intern abgewunken, weil sie familiäre Polit-Probleme befürchtet. Ihr Ehemann, Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD), muss sich auch im Umweltressort um Fördergeld bewerben. Zudem gilt Kämpfer als möglicher SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2022. Er müsste dann gegen die Jamaika-Regierung und somit auch seine Frau Front machen.

Fraktionschefin Eka von Kalben (53) wird zugetraut, sich in das Mammut-Ministerium (Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung) einzuarbeiten. Dasselbe gilt sogar in größerem Maß für den Agrarexperten der Fraktion, den Landwirt Bernd Voß (63). Beide machen allerdings eher konventionell Politik und sind nach Einschätzung eines Parteifreunds „niemand, der einen Saal rockt“.

Hoch im Kurs der Partei stehen zwei Geheimfavoriten. Der frühere Chef der Staatskanzlei, Thomas Losse-Müller (44) kennt sich bei Energiewende und Digitalisierung bestens aus. Dasselbe gilt für den Habeck-Freund und Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz (46). Die Bodenhaftung hat der gescheite Digital-Experte nicht verloren. Er ist nach wie vor dritter Vize-Bürgermeister in Mölln.

Von kn online

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