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Schleswig-Holstein Die Lehren aus der Havarie
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20:29 08.02.2018
Von Frank Behling
Aus dem Vorfall mit der Havarie der "Glory Amsterdam" sollen jetzt Lehren gezogen werden. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam, dpa
Kiel

Ziel dieser Fachgruppe sei es, zukünftige Hotspots im Bereich maritime Sicherheit zu identifizieren. Ein Knackpunkt sind dabei die immer größer werdenden Frachter. „Mit der rasanten Entwicklung der Schiffsgrößen in der Containerschifffahrt wie auch in der Kreuzschifffahrt rücken neue Anforderungen an Sicherheitskonzepte, Rettungsmittel und Rettungstechnologien in den Blickpunkt“, betonte Hans-Werner Monsees, Leiter des Havariekommandos. Zum Vergleich: Innerhalb von zehn Jahren sind Containerschiffe mit einer Länge von 400 Metern und 20000 Containern zum Standard geworden. 2007 transportierten in der Regel 330 Meter lange Schiffe zirka 12000 Container.

Das Havariekommando hatte die Gesamteinsatzleitung im Fall der „Glory Amsterdam“. Ein Problem war dabei die Kommunikation mit der Besatzung, die zeitweise nicht den Anweisungen der Cuxhavener Einrichtung Folge leistete. Gegen den aus China stammenden Kapitän läuft deshalb seit November ein strafrechtliches Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs. Die Sichtung der Einsatzprotokolle hat laut Wasserschutzpolizei ergeben, dass durch die fehlende Kooperationsbereitschaft mit dem Notschlepper bei den ersten Bergungsversuchen eine rechtzeitige Bergung verhindert wurde und es deshalb zur Strandung vor Langeoog kam.

Die Fachgruppe des Maritimen Clusters will deshalb neue Lösungsansätze für das richtige Vorgehen bei derartigen Fällen suchen. Dabei geht es auch darum, mögliche Havarien so früh wie möglich zu erkennen. „Der Austausch zwischen den verschiedenen Segmenten und Akteuren ist wichtiger denn je“, sagt Falk von Seck, Geschäftsstellenleiter des MCN in Mecklenburg-Vorpommern.

Und was wird aus dem Frachter? Die „Glory Amsterdam“ liegt seit November in Bremerhaven. Das Ruderblatt mitsamt Rudermaschine ist bei der Strandung schwer beschädigt worden. Da es Ersatzteile und auch das Ruderblatt selbst nicht von der Stange gibt, wartet der Frachter jetzt im Dock der Lloyd Werft auf Ersatzteile. Vor Ende des Monats wird der 2006 gebaute Frachter nicht wieder seetauglich sein.

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