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Schleswig-Holstein Irrtum hält viele Bürger von Impfung ab
Nachrichten Schleswig-Holstein Irrtum hält viele Bürger von Impfung ab
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07:00 10.10.2018
Von Heike Stüben
Gegen Grippe lässt man sich am besten schon im Oktober oder November impfen. Den Höhepunkt erreicht die Grippesaison normalerweise im Januar und Februar.  Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa
Kiel

Eine aktuelle Untersuchung der Gesundheitszentrale für Gesundheitliche Aufklärung hat gezeigt, dass vor allem ein Irrtum die Menschen von der Grippeschutz-Impfung abhält: Sie denken, Grippe sei eine harmlose Erkrankung. Gesundheitsminister Heiner Garg widerspricht: „Grippe ist eben keine Erkältung, sondern eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto eher kann eine Ausbreitung der Erkrankung eingedämmt werden. Damit können auch diejenigen geschützt werden, die selbst keine Impfung erhalten können, wie beispielsweise Säuglinge bis zu einem Alter von sechs Monaten.“

Doppeltes Risiko im Gesundheitssektor

Wichtig sei der Impfschutz vor allem für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen. Denn wer Kontakt zu Patienten hat, hat nicht nur selbst ein erhöhtes Infektionsrisiko. Er kann dadurch potenziell auch Infektionserkrankungen übertragen und so die betreuten Patienten gefährden.

Risikogruppe? Interpretationssache!

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Personen, die älter als 60 Jahre sind, für chronisch Kranke, Frauen ab dem vierten Schwangerschaftsmonat, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, medizinisches Personal und generell alle, die mit vielen Menschen Kontakt haben. Diese Personengruppen erhalten kostenlos eine Impfung mit dem Vierfach-Impfstoff. Und die anderen? Um die Impfung auch für sie kostenlos zu machen, fragen Ärzte oft nach den Lebensverhältnissen: Viele Kontakte zu Menschen im Beruf oder im Ehrenamt? Alte Menschen, chronisch Kranke oder Babys in der Familie? Das alles kann eine kostenlose Impfung begründen - und dient damit einem verbreiteten Schutz.

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