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Schleswig-Holstein Grüne sparen das Thema Windenergie aus
Nachrichten Schleswig-Holstein Grüne sparen das Thema Windenergie aus
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20:14 16.01.2018
Von Christian Hiersemenzel
Das neue Führungsduo der Grünen in Schleswig-Holstein: Ann-Kathrin Tranziska und Steffen Regis auf dem Landesparteitag der Grünen im Oktober 2017 nach ihrer Wahl zu Landesvorsitzenden. Quelle: Markus Scholz
Kiel

„Unsere Grundlinie ist klar“, versicherte Steffen Regis (29), im neuen Tandem an der Grünen-Landesspitze mit Ann-Kathrin Tranziska (43), am Dienstag. „Wir stehen zur Windkraft“, und Schleswig-Holstein müsse zwei Prozent seiner Landesflächen für Windräder reservieren. Man wolle den Kreisverbänden nicht alles vorgeben. „Es ist in den Kommunen ganz nett zu zeigen, dass wir auch andere Themen zu bieten haben.“ Seine Kollegin Tranziska räumte ein, dass die Parteifreunde zur Ausweisung neuer Potenzialflächen für Windräder je nach Region höchst unterschiedlich stünden. „Dagegen werden die fünf genannten Themen von allen gleich bewertet.“ Landesweit stellen die Grünen in den Städten, Kreisen und Gemeinden etwa 400 Mandatsträger.

Mit Spannung beobachtet der Landesverband die Bewerbung ihres Zugpferdes Robert Habeck um den Bundes-Parteivorsitz. Die Grünen müssten sich als Oppositionspartei stärker profilieren, und Habeck könne mit seinem „Spirit aus Schleswig-Holstein“ einiges zum Positiven verändern, sagte Regis. Im Falle seines Scheiterns befürchte man zumindest für die Kommunalwahlen keinen Negativeffekt. Steffen Regis: „Wer Habeck schon vorher gemocht hat, wird sich mit ihm solidarisch zeigen.“

Umso sorgenvoller blicken die beiden Landeschefs auf die aktuellen GroKo-Verhandlungen und den Umfrage-Sinkflug der SPD. Nein, man selbst fürchte sich nicht vor einer Neuauflage der Bundestagswahl. Doch auch wenn man das Unbehagen der sozialdemokratischen Parteibasis nach den Sondierungen gut verstehe: Die Genossen könnten bei Neuwahlen kaum mehr als 20 Prozent erwarten, und ein regierungsfähiges linkes Bündnis werde damit immer unwahrscheinlicher. Umso fruchtbarer erlebe man zu Hause in Kiel die gelungene Jamaika-Koalition mit CDU und FDP.

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