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Schleswig-Holstein Zehntausende Musikfans bereits vor Ort
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18:17 31.07.2018
Eine Festivalbesucherin kühlt sich mit einem großen Eisbeutel den Kopf. Quelle: Axel Heimken
Wacken

Bei Hitze und strahlendem Sonnenschein sind zwei Tage vor dem offiziellen Beginn bereits rund 35 000 Gäste beim Heavy Metal-Festival "Wacken Open Air" eingetroffen. Die Anreise zur 29. Auflage des Events sei besser als in den vergangenen Jahren verlaufen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Wegen der hohen Temperaturen von mehr als 30 Grad hatten die Veranstalter angekündigt, zusätzliche Stellen auf dem Gelände einzurichten, an denen Wasser umsonst gezapft werden könne. Wie viele konkret eingerichtet wurden, konnte zunächst nicht gesagt werden. Von Donnerstag an, wenn alle Bühnen auf dem Gelände bespielt werden, sollen rund 75 000 zahlende Gäste kommen.

Hitzeregeln insbesondere wegen Brandgefahr

Zudem wurden die Besucher gebeten, wegen der hohen Brandgefahr besonders vorsichtig zu sein. So solle darauf geachtet werden, dass Autos, die noch einen heißen Auspuff haben, keine Feuer auslösen. Camper sollten Löschwasser oder Feuerlöscher in den Zeltlagern bereithalten. "Werft keine Zigaretten oder andere glühende Gegenstände weg, sondern benutzt passende Aschenbecher und ähnliche Auffangbehälter", heißt es auf der offiziellen Internetseite.

Grillen auf dem Gelände weiterhin erlaubt

Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass offene Feuer auf dem Gelände verboten sind. Trotz des trockenen Wetters dürfe dennoch in den Zeltlagern gegrillt werden. Demnach seien auch Einweggrills erlaubt, diese sollten jedoch nie direkt auf dem Boden stehen und glühende Kohlen gelöscht werden, sobald man das Camp verlasse.

Trotz der hohen Temperaturen war es laut Rettungsdienst bis zum frühen Abend nicht zu mehr Einsätzen gekommen als üblich. Die Verhaltenshinweise, dass etwa genug Wasser getrunken werden solle, werden offenbar befolgt. Insgesamt seien die Rettungskräfte zu 14 Einsätzen gerufen worden. Die Helfer hätten sich unter anderem um Knochenbrüche oder Schnittwunden kümmern müssen. Dabei seien zumeist Mitarbeiter betroffen gewesen, die etwa beim Bühnenaufbau beteiligt gewesen seien. Darüber hinaus wurde ein Patient mit Herzinfarkt behandelt. 

Schlammschlachten dürften dieses Jahr ausbleiben

Traditionell wird Wacken mit Schlammschlachten und schlechtem Wetter in Verbindung gebracht. Dieses Jahr könnte das erste Mal seit langer Zeit wieder kein Regen während des Festivals fallen.

Im Hamburger Flughafen wurde ein Wacken-Empfangsbereich mit Strandkörben eingerichtet, wie eine Sprecherin mitteilte. Zudem wies sie darauf hin, dass die rund 4500 Besucher, die mit dem Flieger unter anderem aus den USA oder Peru anreisten, vor der Rückreise kostenlos im Terminal duschen können.

Am Montag hatte die Polizei eigenen Angaben zufolge eine Fahrerin unter Drogeneinfluss erwischt sowie kleinere Handgreiflichkeiten geschlichtet. Mit Blick auf die bisherigen Zwischenfälle wiesen die Beamten darauf hin, dass Besuchern, die sich nicht an die Regeln halten, vom Gelände geworfen werden können.

Von dpa/lno

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