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Schleswig-Holstein Trockenheit ist brandgefährlich
Nachrichten Schleswig-Holstein Trockenheit ist brandgefährlich
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10:30 24.07.2018
Von Heike Stüben
Flächenbrände wie hier m niedersächsischen Helmstedt beschäftigen auch immer häufiger die Wehren in Schleswig-Holstein. Die Trockenheit und Hitze machen jedes Parken auf Gras, jedes Rauchen in der Natur zur potentiellen Brandursache.
Kiel

Am 24. Juli klettern die Temperaturen im Binnenland auf bis zu 33 Grad, an den Küsten auf bis zu 30 Grad. Am 25. und 26. Juli können es nach Auskunft der Meteorologen noch zwei Grad mehr werden. Am besten lässt es sich an der Ostsee aushalten, weil dort nachmittags Seewind etwas Abkühlung bringen soll. Am 31. Juli könnte das Thermometer in Hamburg sogar auf 37 Grad klettern.

Mehr Notaufnahmen wegen Herzproblemen

„In den Notaufnahmen am Campus Kiel sind die Auswirkung der anhaltenden Hitze vermehrt spürbar. Vor allem Herz-Kreislaufprobleme und Herzbeschwerden waren in den vergangenen Tagen Gründe für Einweisungen und Besuche in der Notaufnahme“, erklärt Dr. Domagoj Schunk, Ärztlicher Leiter der Notaufnahme am Universitätsklinikum in Kiel.

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„Vor allem für alte Menschen ist das eine Gefahr, weil sie oft nicht genug trinken“, warnt Prof. Jan-Thorsten Gräsner, Leiter des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum in Kiel.

Schleswig-Holstein als Vorreiter

Auch Klimaforscher Prof. Mojib Latif spricht von einer außergewöhnlichen Wetterlage im Norden. Der Meteorologe vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung rechnet künftig häufiger mit Hitzeperioden – und mit sommerlichen Gewittern mit Starkniederschlägen. „Wir haben es hier mit einem globalen Problem zu tun. Es ist unerheblich, wo die Treibhausgase wie CO2 in die Luft kommen.“ Um die Folgen des Klimawandel einzudämmen, seien Vorreiter notwendig. „Deutschland könnte einer sein und Schleswig-Holstein erst recht. Man könnte das Auto auch mal stehen lassen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder längere Strecken mit dem Zug fahren. Oder Ökostrom beziehen.“

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