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Schleswig-Holstein Land will Flüchtlingszahlen eher senken
Nachrichten Schleswig-Holstein Land will Flüchtlingszahlen eher senken
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21:13 29.08.2018
Von Bastian Modrow
Innenstaatssekretär Torsten Geerdts (CDU) kündigte im Innen- und Rechtsausschuss an, dass eine neue "Task Force" die Ausreisen von Flüchtlingen ohne Bleibeperspektive beschleunigen soll. Quelle: Ulf Dahl
Kiel/Boostedt

Ende kommenden Jahres sollen es 500 Zuwanderer, in Ausnahmefällen maximal 700 sein. Geerdts versicherte, dass 2024 die Unterkunft in Boostedt (Kreis Segeberg) endgültig geschlossen werden soll. Eine neue "Task Force" im Landesamt für Ausländerangelegenheiten in Neumünster soll die Ausreisen von Migranten ohne Bleibeperspektive beschleunigen. Eine Umverteilung auf die Kommunen lehnt Geerdts weiterhin ebenso ab wie eine Wiedereröffnung zurzeit geschlossener Unterkünfte wie Rendsburg oder Glückstadt.  

Land weist Kritik aus Boostedt zurück

Erneut wies er Kritik von Boostedter Bürgern, Kommunalpolitikern und Bürgermeister Hartmut König (CDU) zurück, das Land kümmere sich nicht ausreichend und das Angebot für die Migranten sei nicht ausreichend. Zahlreiche Maßnahmen seien seit dem Frühsommer ergriffen worden. Man nehme die Sorgen der Bevölkerung in Boostedt zwar ernst, aber Vorwürfe gegen Geflüchtete ohne Bleibeperspektive, die durch ungebührliches Benehmen, Alkoholkonsum und Frust auffällig wären, bezeichnete Geerdts als „anmaßend“.

Laut Ministerium leben in Boostedt zurzeit 1300 Flüchtlinge, zwei Drittel hätten keine Bleibeperspektive. Etwa 430 Bewohner seien alleinstehende Männer. in Boostedt sind 600 Migranten untergebracht.

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