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Schleswig-Holstein Landesregierung in Kiel soll handeln
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16:54 02.11.2018
Von Heike Stüben
Eine Hummel im Landeanflug - sie übernimmt eine kostenlose Bestäubungsleistung. Quelle: Loritz
Westerrönfeld

Die wichtigen Funktionen von Insekten im Ökosystem seien in Öffentlichkeit und Politik lange unterschätzt worden, stellt Prof. Urlich Irmler, LNV-Vorstand und selbst Insektenkundler, fest. Um die Ökosystemleistungen der Insekten zu erhalten, seien ein Monitoring und weitere schnelle Maßnahmen notwendig. So sollten auf öffentlichen Flächen in Schleswig-Holstein grundsätzlich kein Glyphosat und keine neonicotinoiden Insektizide mehr eingesetzt werden.

Mehr Öko-Landbau

Der LNV-Vorsitzende Volkher Looft fordert zudem eine bessere Förderung des biologischen Landbaus: „In Schleswig-Holstein werden nur 5,4 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche biologisch bewirtschaftet. Bundesweit sind es zumindest 7,5 Prozent. Bei uns ist also besonders viel Luft nach oben.“

Weniger Nährstoffe auf den Acker

Weil insbesondere Wildbienen auch zu wenige Nistmöglichkeiten finden, müsse das Land solche Habitate fördern. „Landwirtschaftliche Wege sollten zum Beispiel nicht mehr großflächig betoniert oder asphaltiert werden. Vor allem aber muss Gülle und Pestizide auf den Ackerflächen reduziert werden, weil die über die Luft auch auf anderen Flächen verdriftet werden", fordert Looft für den LNV.

Weniger mähen, nicht mulchen

An Straßenrändern solle nur noch einen Meter breit mehrmals im Jahr gemäht werde. Der übrige Bereich dahinter solle nur im Herbst einmal gemäht, das Mulchen der Flächen an Straßen komplett eingestellt werden. „Wir stellen fest, dass immer mehr Gemeinden und Grundstückseigentümer versuchen, solche Maßnahmen zum Schutz der Insekten umzusetzen“, sagt LNV-Geschäftsführer Michael Ott. Es gebe offenbar eine langsame Veränderung im Bewusstsein der Schleswig-Holsteiner.

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