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Schleswig-Holstein An der Westküste lebt es sich gesünder
Nachrichten Schleswig-Holstein An der Westküste lebt es sich gesünder
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08:00 15.09.2016
Von Heike Stüben
Typisch schleswig-holsteinische Westküste - Natur mit gutem Gesundheitswert. Quelle: Carsten Rehder/dpa

Schleswig-Holstein gilt als gutes Pflaster, was schädliche Umwelteinflüsse angeht. Doch auch im Norden gibt es negative Auswirkungen auf die Gesundheit und damit auf die Lebenserwartung. Eine Auswertung der BKM-Bausparkasse Mainz offenbart, wo man in Deutschland am besten leben kann.

 Gleich vorneweg: Insgesamt leiden die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und einigen Gebieten in Brandenburg am wenigsten unter den neun untersuchten schädlichen Umwelteinflüssen. Das bedeutet aber nicht, dass die Menschen dort auch die höchste Lebenserwartung haben. Denn die ist maßgeblich vom Bildungsabschluss, Beruf und Einkommen abhängig. Gesunde Umwelt plus hoher sozialer Staus – das beschert den Menschen am Starnberger See mit durchschnittlich 82,8 Jahren die höchste Lebenserwartung.

 In Schleswig-Holstein haben die Menschen im Postleitbezirk 22, also im Hamburger Speckgürtel, die besten Chancen auf eine langes Leben. Dort liegt die Lebenserwartung von Neugeborenen im Schnitt bei 81,8 Jahren – im Rest Schleswig-Holsteins sind es hingegen 80,7 Jahre.

 Außer dem sozialen Status wurden neun Umweltfaktoren für die verschiedenen Postleitzahlengebiete in Deutschland ausgewertet. In Schleswig-Holstein fallen besonders fünf Umweltbelastungen ins Gewicht. Wo die Postleitzahl mit 24 oder mit 23 anfängt, ist das die Radonbelastung. In allen Gebieten außer dem Bezirk 23 wird die Grundwasserbelastung als problematisch aufgeführt. Aber auch Lichtverschmutzung und Lärm gelten – außer im äußersten Südosten und an der Westküste – als Problem. Dazu kommt eine hohe Hochwassergefahr an der Elbe und an allen Küsten. Auf einer interaktiven Karte lässt sich jeder Umweltfaktor einzeln für ein bestimmtes Gebiet aufrufen.

Interaktive Karte zu den Umwelteinflüssen

Eine Infografik der BKM - Bausparkasse Mainz. Mehr Informationen unter www.bkm.de

 Insgesamt wird der Gesundheitswert in Schleswig-Holstein als mäßig eingestuft. Nur für den Postleitbezirk 25, also den westlichen Landesteil, gibt es ein Gut. Allerdings: Auch alle anderen Postleitzahlbezirke bundesweit schneiden gut oder mäßig ab. BKM weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich immer um Mittelwerte handelt und die Situation innerhalb eines Postleitzahlbezirkes erheblich differieren kann. Es ist eben ein Unterschied, ob jemand in der engen und vielbefahrenen Bahnhofstraße in Kiel oder an der Förde in Kitzeberg lebt, ob er in der Einflugschneise von Fuhlsbüttel oder am Lütjensee wohnt.

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