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Schleswig-Holstein 2/3 wollen keine Hundesteuer mehr
Nachrichten Schleswig-Holstein 2/3 wollen keine Hundesteuer mehr
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07:00 20.10.2018
Von Heike Stüben
Hundesteuer abschaffen? Die KN-online-Leser sind mehrheitlich dafür.  Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolfoto)
Kiel

Es gab aber auch Gegenstimmen.

Bei der unserer Umfrage sprachen sich bisher 67 Prozent der 602 Teilnehmer für das Ende der Hundesteuer aus. 28 Prozent wollen die Steuer erhalten. Dem Rest ist es gleichgültig.

Osterrönfeld schafft die Hundesteuer ab. Sollen andere Kommunen nachziehen?
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Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.
Osterrönfeld schafft die Hundesteuer ab. Sollen andere Kommunen nachziehen?
So haben unsere Leser abgestimmt
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Häufiges Argument für das Aus der Hundesteuer ist die Benachteiligung gegenüber Pferdehalter, die im Land keine Pferdesteuer zahlen müssen. Entweder Hunde und Pferde besteuern oder beide gar nicht – sonst ist es ungerecht, findet Maik Pönisch. Ebenfalls auf Facebook schreibt Annika Gramatzki: „Abschaffen ganz klar! Wir als Hundebesitzer sind doch eh schon bestraft. Was dürfen unsere Hunde denn noch? Überall nur Verbote oder uns werden offizielle Flächen weggenommen.“

Forderung: Geld soll für Belange der Hundehalter eingesetzt werden 

Andere Hundehalter finden eine Steuer nur gerechtfertigt, wenn das Geld auch für deren Belange eingesetzt werde. So fordert Lisa Hübner „eine eingezäunte, große Auslauffläche in Kiel. Für die meisten Flächen muss man sonst wo hinfahren – nicht gerade optimal für Menschen ohne Auto. Jetzt kommt bitte nicht mit dem Witz von Fläche im Schrevenpark.“ Ähnlich sieht es Kirsten Johnsson: „Wäre die Hundesteuer zweckgebunden, gäbe es dadurch vielleicht tolle Hundeparks, Hundewald oder einen schönen Hundestrand .... dann habe ich damit kein Problem. Aber dieses willkürliche „Hauptsache-Geld-Einnehmen“ finde ich Mist.“ Rechtlich ist die Sache eindeutig: Die Hundesteuer ist nicht zweckgebunden. Gemeinden dürfen sie frei verwenden. Wenn schon Hundesteuer, meint Thekla Biele, „sollte sie einheitlich werden und nicht in manchen Gemeinden so unverschämt hoch sein“.

Andere Leser halten die Hundesteuer aber für unabdingbar. „Bloß nicht abschaffen. Es ist zu befürchten, dass sich noch mehr Menschen einen Hund anschaffen, dem sie weder gerecht werden noch ein artgerechte Haltung ermöglichen“, schreibt Antje Nett. „Zudem setzen sich in Kiel, hier gilt Leinenzwang, gefühlt 80 Prozent der Hundehalter darüber hinweg.“ Christoph Körner fordert zudem eine Katzensteuer: „Streunende Katzen tilgen jedes Jahr knapp 200 Millionen Singvögel in Deutschland.“

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