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Schleswig-Holstein Kein neuer Hitzerekord in Schleswig-Holstein
Nachrichten Schleswig-Holstein Kein neuer Hitzerekord in Schleswig-Holstein
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19:14 07.08.2018
Blauer Himmel, soweit das Auge reicht: Schleswig-Holstein erlebt einen Supersommer. Ein neuer Hitzerekord wurde aber nicht eingestellt. Quelle: Daniel Reinhardt
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Kiel/Hamburg

Schleswig-Holstein und Hamburg haben am Dienstag, 7. August 2018, einen Hitzerekord verpasst: Bis zum späten Nachmittag stiegen die Temperaturen örtlich bis auf 36 Grad. In Hamburg bleibt der bislang heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen der 9. August 1992. Damals wurden 37,3 Grad gemessen. In Schleswig-Holstein kletterte die Temperatur am selben Tag in Lübeck sogar auf 38,0 Grad.

„Die exakten Maximalwerte liegen erst nach 20.00 Uhr vor, aber es lässt sich schon jetzt sagen, dass es in den beiden Bundesländern keinen neuen Hitzerekord landesweit gegeben hat“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am frühen Abend.

So heiß waren Nord- und Ostsee

An den Nord- und Ostseestränden lockten nach Angaben des Bundesamtes für ungewöhnlich warme Wassertemperaturen zum Baden - etwa in Westerland mit bis zu 22 Grad nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie.

„An der Ostsee am Weißenhäusser Strand stieg die Wassertemperatur sogar auf 25 Grad“, sagte Rainer Lehmkuhl von der örtlichen DLRG. Einen Sommer wie diesen habe er in 36 Jahren als DLRG-Helfer am Weißenhäuser Strand noch nicht erlebt. Sämtliche Strandkörbe seien ausgebucht, manche Gäste kämen jetzt extra morgens früher, um noch einen zu bekommen.

Die Kiellinie ist derzeit Pilgerort für alle, die die hohen Temperaturen dieses ungewöhnlich heißen Sommers nicht bejammern, sondern feiern.

In Kiel haben viele das schöne Wetter an der Kiellinie ausgenutzt, wie folgendes Video zeigt:

Keine Beeinträchtigung durch Algen an Nord- und Ostsee

In den Küstengewässern der Nord- und Ostsee gab es nach Angaben des zuständigen Kieler Sozialministeriums derzeit keine Beeinträchtigungen durch Algen. Über Quallen führt das Ministerium keine Angaben.

Am Timmendorfer Strand und in der Eckernförder Bucht gab es aktuell nach Angaben von DLRG-Mitarbeitern keine Feuerquallen. „Aber das hängt jeweils vom Wetter ab und kann sich täglich ändern“, sagte ein DLRG-Mitarbeiter.

Blaualgen an vier Binnengewässern von Schleswig-Holstein

Derzeit treten Blaualgen in schleswig-holsteinischen Binnengewässern nicht in nennenswerten Konzentrationen auf. Befristete Badeverbote wegen starker Algenanschwemmungen gibt es laut Ministerium an vier Badestellen in Schleswig-Holstein.

An den Badestellen „Borgdorfer See, Am Campingplatz“ (Gemeinde Borgdorf-Seedorf, Kreis Rendsburg-Eckenrförde), „Borgdorfer See, TUS-Norddorf“ (Gemeinde Borgdorf-Seedorf, Kreis Rendsburg-Eckernförde), „Borgdorfer See, Schulkoppel“ (Gemeinde Borgdorf-Seedorf, Kreis Rendsburg-Eckernförde) sowie „Herrenteich“ (Gemeinde Reinfeld, Kreis Stormarn). An der Gemeindebadestelle Bossee (Gemeinde Westensee, Kreis-Rendsburg-Eckernförde) gilt aufgrund von Anschwemmungen von Algen an der Badestelle vorsorglich eine Badewarnung.

Von dpa

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