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Schleswig-Holstein Dieselautos kostenlos nachrüsten!
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10:00 20.07.2018
Von Heike Stüben
In Schleswig-Holstein kämpft Kiel weiter gegen zu hohe Luftverschmutzung. Quelle: Hendrik Schmidt
Kiel

Es sei völlig unverständlich, kritisiert Jan-Nikolas Sontag, Geschäftsführer des Verbandes des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein, dass die Hardware-Nachrüstung für Diesel-Fahrzeuge noch immer nicht zugelassen sei. „Diese Systeme bieten die einzige effiziente Möglichkeit, Euro5- und zum Teil auch ältere Euro4-Fahrzeuge hinsichtlich der Schadstoffausstöße auf den aktuellen Stand zu bringen.“ So könnten die umweltbelastenden Ausstöße erheblich reduziert und die Fahrzeuge weiter uneingeschränkt genutzt werden: „Sie würden dann nicht unter Fahrverbote fallen, und Wertverluste gingen ebenfalls zurück."

ADAC: 88 Prozent weniger Schadstoff-Ausstoß

Auch der ADAC verlangt Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos. Dabei sollen die Stickoxide mittels Selektiver Katalytischer Reaktion (SCR) zum Großteil in harmlosen Stickstoff und Wasserstoff umgewandelt werden. In Tests wurde der Stickoxidausstoß um bis zu 88 Prozent verringert – durch Softwarelösungen nur um 25 bis 30 Prozent. Bisher kalkulieren Entwickler von Nachrüst-Systemen mit Kosten von 2500 bis 3000 Euro pro Auto, erklärt Sontag.

Kfz-Verband: Verursacher müssen zahlen

Für Rolf-Dieter Fröhling, Präsident des Kfz-Verbandes Schleswig-Holstein, muss bei der Nachrüstung das Verursacherprinzip greifen: „Danach wären in den Fällen, in denen Diesel-Motoren rechtswidrig manipuliert wurden, die Nachrüstungen von den Herstellern und Importeuren zu tragen."

Aufforderung an Ministerpräsident  Daniel Günther 

Eine Initiative mehrerer Bundesländer für Hardware-Nachrüstungen ist kürzlich im Bundesrat gescheitert. Baden-Württemberg will im September eine neue Initiative starten. Diese müsse Schleswig-Holstein unterstützen, appelliert der Kfz-Verband in Schreiben an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) und Umweltminister Robert Habeck (Grüne). In der Berliner Koalition sind Hardware-Nachrüstungen umstritten. VW lehnt Hardware-Lösungen ab, vor allem aus Kostengründen.

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