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Schleswig-Holstein Zurück in die Zukunft der Zeitung
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17:53 17.03.2016
Von Alev Doğan
Mehr als 1400 Grundschüler aus der Region nehmen an „MiSch“ teil. Zum Abschluss treten die Klassen im Kreativwettbewerb gegeneinander an. Der erste Preis: ein Klassenausflug in das Subtropische Badeparadies „Weissenhäuser Strand“. Quelle: Fotomontage Charlayne Querner
Kiel

Mit ihren Ergebnissen – futuristisch, detailverliebt und einige auch ein wenig verrückt – treten die Nachwuchsreporter in einem Kreativwettbewerb gegeneinander an. Eingereicht wurden Fotos, Videos und Kurzgeschichten. „Lange wurde überlegt, geschrieben, gefeilt, gebastelt, gedreht und letztendlich geschnitten“, berichtet Dirk Breede, Klassenlehrer der 4b an der Johanna-Mestorf-Schule in Kiel-Meimersdorf. Herausgekommen ist die „Zeitungsschau“, eine Nachrichtensendung aus der Zukunft mit Liveschalten nach Meimersdorf, Berlin und New York. So viel sei verraten: In der Zukunft gilt demnach die freie Meinungsbildung auch für Tiere.

Die 4b der Grundschule an den Salzwiesen in Schönberg macht sich mit einem berühmten und Zeitreise-erprobten Auto, dem Delorean, auf den Weg ins Jahr 2337. Dort erleben die MiSch-Reporter allerlei Unglaubliches. Der Höhepunkt der Kuriositäten: In jeder Apotheke gibt es kleine Tabletten „in den Sorten Sport, Politik, Flüchtlinge, aktuelle Unfälle und Unglücke“ zu kaufen. Ist die gewünschte Tablette geschluckt, erscheinen Bilder im Kopf und eine Stimme liest die Nachrichten vor. „Und denkt euch: Diese Tabletten sind sogar gesund und machen schlau!“ Könnte die Zukunft verheißungsvoller klingen? Die 4c der Ganztagsgrundschule am Kieler Göteborgring zeigt, wie entzückend man Rap interpretieren kann. So eingängig die Melodie des „KN-Raps“, so gewitzt und lustig sein Text: „Frühstück, Zeitung und ein Tee – oder auch mal am PC. Man liest sie gerne im Büro – und manchmal sogar auf dem ...“

"Printpaper, das war einmal!"

Die Schüler der Landschule an der Eider schreiben in ihrer Bühnenshow das Jahr 2222, und ein ominöser „Future-Man“ ist gekommen, um die gedruckte Zeitung abzuschaffen. Zwischen Gegnern und Befürwortern des digitalen Wandels entspinnt sich ein „Streit-Rap“, der pointiert und humoristisch den Zeitgeist trifft und zugleich entlarvt. Weniger streitbar sieht die Claus-Rixen-Schule in Altenholz-Stift die Entwicklung der Medien. Die Viertklässler haben futuristische Zeitungsbrillen entwickelt, durch die man die Nachrichten lesen kann: „Kein Umblättern, kein Papiermüll. Printpaper, das war einmal!“

Die MiSch-Klasse der Christlichen Schule Kiel stellt sich vor, dass die Nachrichten im Jahr 2022 nur noch in einen Trichter gesprochen werden müssen, schon werden sie automatisch zu einer Zeitung zusammengesetzt. Der Clou: Die Arbeitsschritte werden von Menschen statt von Maschinen ausgeführt. Futuristischer geht es bei der Goethe Grundschule zu. Unter anderem haben ihre Schüler den sogenannten Zeitungsohrring entwickelt. Einmal betätigt, erscheint die Zeitung holografisch vor den Augen. Kostenpunkt: 200 bis 250 Euro.

Das gute, alte Zeitungspapier: Seine Zukunft scheint unsicher. Vermutlich hat sich die 3c der Dörfergemeinschaftsschule Probsteierhagen auch deshalb gedacht: „Nutzen wir die Zeitung, solange es das Papier noch gibt.“ Deshalb haben die Schüler ein gigantisches Zeitungsboot gebaut. Mit dem wollen sie in die Zukunft aufbrechen, neuen Horizonten entgegen.

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