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Schleswig-Holstein Kaum Hoffnung für vermissten Schwimmer
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12:36 26.07.2018
Von Niklas Wieczorek
Großeinsatz am Mittwochabend auf der Förde: Die Wasserschutzpolizei werde aber auch am Donnerstag noch regelmäßig im Gebiet vor Laboe nach dem vermissten Schwimmer suchen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Aufregung und Angst am Ufer waren groß, als am Mittwochnachmittag um 15 Uhr die große Suchaktion nach dem vermissten Schwimmer vor Laboe begann. Bis in den Abend suchten die Rettungskräfte von Seenotrettern, Polizei und andere Einheiten nach dem mutmaßlich männlichen Schwimmer – ab 19 Uhr waren zuletzt noch Taucher auf der Suche nach der Person. Doch um 21 Uhr wurde sie ohne Erfolg abgebrochen.

Rettungskräfte suchen nach vermisstem Schwimmer

Man gehe nicht davon aus, dass der Schwimmer lebend gefunden wird, so der Sprecher der Seenotretter, Ralf Baur. Am Tag danach kündigte Matthias Felsch, Sprecher der Polizeidirektion Kiel, an: "Die Wasserschutzpolizei wird sicher immer wieder in das Gebiet fahren." Folgende Informationen liegen inzwischen vor: Der Schwimmer ist männlich, 31 Jahre alt, und soll nicht aus der Region stammen.

So sollten Sie im Notfall vorgehen

Thies Wolfhagen, Landesgeschäftsführer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, erläuterte: "Man sollte stets selbst einschätzen, ob man sich das Herausschwimmen zutraut." Da die Badeinsel, zwischen der und dem Strand der Schwimmer verschwunden sein soll, aber noch im Badebereich innerhalb der Tonnen liege, sei grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden. Wichtig sei, bestenfalls nicht alleine zu schwimmen, zumindest andere Schwimmer über das eigene Vorhaben zu informieren.

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Sollte jemand von der Strömung erfasst werden oder Probleme bekommen, sei wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Gegebenenfalls bringe es mehr, sich kurz treiben zu lassen, um noch mit Kraft lautstark und sichtbar auf sich aufmerksam machen zu können.

112 anrufen und Rettungsschwimmer informieren

Beobachtet man einen Notfall, solle man niemals alleine und ohne Auftriebkörper zur Rettung eilen. Andere und vor allem die Rettungsschwimmer oder "112" über den Notfall zu informieren, sei in jedem Fall unverzichtbar. "Lieber einmal zu viel", sagte Wolfhagen.

Die Rettungsschwimmer befolgten stets die Alarmierungskette, so der Experte. An deren Ende stehe auch eine große Suchaktion wie gestern, sollte die vermisste Person nicht auf den ersten Blick gefunden werden.

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