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Schleswig-Holstein Gegen Krebserkrankung am Arbeitsplatz
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10:00 10.09.2018
Von Ulf B. Christen
Die Diagnose „Hautkrebs durch Sonneneinwirkung“ erhielt vor Kurzem ein früherer Maurer aus der Region Kaltenkirchen. Er hatte Jahrzehnte unter freiem Himmel gearbeitet. (Symbolbild) Quelle: Jan Köster
Kiel

„Wir wollen die Beschäftigten nicht durch Berufskrankheiten gefährden oder gar verlieren“, sagte Garg. Allein in den beiden vergangenen Jahren gab es in Schleswig-Holstein 716 Verdachtsfälle von berufsbedingtem Krebs. Im selben Zeitraum erhielten 312 Beschäftigte die offizielle Bestätigung, dass sie aufgrund der Belastung am Arbeitsplatz an Krebs erkrankt sind. In der Mehrzahl der Fälle waren dafür keine gefährlichen Substanzen verantwortlich, sondern die UV-Strahlung bei der Arbeit im Freien.

Hautkrebs durch Arbeit auf dem Bau

Die Diagnose „Hautkrebs durch Sonneneinwirkung“ erhielt vor Kurzem auch ein früherer Bauarbeiter aus der Region Kaltenkirchen. Eine raue Stelle im Gesicht des 74-jährigen entpuppte sich als „weißer Hautkrebs“. An sechs weiteren Stellen des Kopfes wurden Krebsvorstufen entdeckt. Zudem zeigten sich weitere Zeichen einer chronischen Lichtschädigung der Haut. Für die Experten ein klarer Fall von Berufskrankheit: Der Rentner hatte 40 Jahre lang als Maurer meist unter freiem Himmel gearbeitet. Auf den Plätzen zwei und drei der Statistik mit berufsbedingten Krebserkrankungen stehen immer noch Asbestfälle.

Aufklärung im Arbeitsschutz

„Gefährliche Substanzen sind verbreiteter als man denkt“, sagte Garg. „Sie werden aber bei Weitem nicht immer als solche erkannt.“ Ein Ziel der Arbeitsschutz-Aktion ist es deshalb, die Inhaber von Firmen und ihre Beschäftigten aufzuklären, auch über weniger gesundheitsgefährdende Alternativ-Stoffe. Bei Verstößen können die mehr als 50 Aufsichtsbeamten der Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord allerdings auch Bußgelder verhängen. Die Kampagne „Kampf dem Krebs am Arbeitsplatz“ soll 2019 fortgesetzt werden.

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