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Schleswig-Holstein Diese Landesstraßen bis 2030 saniert
Nachrichten Schleswig-Holstein Diese Landesstraßen bis 2030 saniert
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14:40 29.10.2018
Schleswig-Holsteins Landesverkehrsminister Buchholz und der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr LBV.SH, Conrad, wollen in Kiel ihre Strategie zur Entwicklung der Landesstraßen in Schleswig-Holstein vorstellen. Quelle: Carsten Rehder/dpa (Symbolbild)
Kiel

Dieses Ziel könne erreicht werden, wenn diese und künftige Landesregierungen die jetzt ausgedehnte Sanierungsoffensive fortführen.

Derzeit gelten von 3541 Kilometern Landesstraßen gut 950 als dringend sanierungsbedürftig. Etwa 900 Kilometer davon sollen bis einschließlich 2022 flottgemacht werden. Zudem werden 400 Kilometer Radwege und mehr als 50 Brücken saniert. Dafür stellt die Landesregierung bis 2022 rund 360 Millionen Euro bereit. 190 Einzelmaßnahmen will der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr in diesem Zeitraum vorrangig umsetzen. Es gibt klare Kriterien: Verkehrsbedeutung, Netzfunktion, regionale Prioritäten, wirtschaftliche und touristische Bedeutung sowie die Bedeutung einer Straße für den öffentlichen Nahverkehr rangieren ganz oben.

1,2 Milliarden Euro Sanierungsstau

Über die Jahrzehnte hat sich an den Landesstraßen im Norden ein Sanierungsstau von etwa 1,2 Milliarden Euro aufgebaut. Ein bisschen hatte sich schon in den letzten Jahren getan, nachdem das Land die Mittel von 10 Millionen auf 46 Millionen Euro im Vorjahr schrittweise aufgestockt hatte. So sank der Anteil der schlechten Straßen von 31 auf 27 Prozent. Dies reiche nicht aus, sagte Buchholz. 90 Millionen Euro jährlich seien erforderlich, und diese Summe sei bis 2022 auch ausfinanziert. Von den 90 Millionen Euro fließen 70 Millionen in Fahrbahnen, die restlichen 20 Millionen in Brücken und Radwege. "Das ist eine Kraftanstrengung", sagte der Minister über das Programm.

Diese Straßen werden saniert

Dabei wird nicht unbedingt mit den schlechtesten Straßen angefangen, sondern eher mit denen, deren Zustand kritisch zu werden droht - um Folgeschäden zu vermeiden. "Die Anzahl der Baustellen wird sich hier entsprechend erhöhen", sagte der Direktor des Landesbetriebs, Torsten Conradt. "Das müssen wir ertragen, um den Sanierungsstau abzutragen", sagte Buchholz. Die Sanierungsoffensive sei auch ein Signal an die Wirtschaft: "Wir meinen das ernst". Der Minister bat die Autofahrer um Verständnis angesichts der mit den Baustellen verbundenen Geduldsproben.

Viele neue Baustellen zu erwarten

Der Landesbetrieb werde die Bauarbeiten auf das Jahr breiter verteilen, kündigte Conradt an. "Wir werden nicht mehr nur in Ferienzeiten bauen können." Besonders in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sind viele neue Baustellen zu erwarten.

Personal wird aufgestockt

Bleibt das Personal: Der Landesbetrieb wurde bereits auf 65 Mitarbeiter aufgestockt; für 25 weitere Stellen ist der Bedarf angemeldet. Straßenbau-Ingenieure sind am begehrtesten, aber auch Techniker und Bauaufseher Conradt zufolge willkommen. Der Landesbetrieb mit seinen Niederlassungen in Kiel, Flensburg, Lübeck, Itzehoe und Rendsburg biete sichere und abwechslungsreiche Arbeitsplätze samt guter Aufstiegschancen, und das in einem der schönsten Urlaubsländer in Deutschland, sagte Buchholz.

Der Baugewerbeverband begrüßte das Vorgehen der Landesregierung. Der Substanzverzehr werde nun aufgehalten, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Schareck. Kontraproduktiv sei allerdings das geltende Planungs- und Genehmigungsrecht. "Wir brauchen zum einen beschleunigte und abgekürzte Verfahren bei den Planfeststellungsbeschlüssen und zum anderen brauchen wir digitale Verfahren in den Behörden."

Von KN-online

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