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Schleswig-Holstein SH-Semesterticket auf der Kippe
Nachrichten Schleswig-Holstein SH-Semesterticket auf der Kippe
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17:39 11.01.2019
Von Christian Hiersemenzel
Mit dem geplanten Semesterticket sollen die Studentin landesweit zum Einheitspreis mobil sein.  Quelle: Frank Peter (Archiv)
Flensburg

Nach Angaben von Asta-Sprecher Robert Krugmann votierten 14 Vertreter in dieser Woche gegen die Annahme, nur acht stimmten dafür, einer enthielt sich. „Die Stupa-Vertreter sind in ihrer Meinungsbildung frei“, betonte Krugmann. Grundsätzlich befürworte man die Einführung eines Tickets, mit dem die mehr als 50.000 Studierenden in Schleswig-Holstein die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen könnten. Die Ablehnung sei aber vor allem auf die Expertise eines beauftragten Rechtsanwalts zurückzuführen, der in einigen Punkten Bedenken angemeldet habe.

Stupa stellt sich gegen Mehrheitsvotum

Damit stellte sich das Stupa gegen das Ergebnis einer Befragung unter den 4000 FH-Studierenden. Von diesen ist laut Krugmann eine knappe Mehrheit für die Annahme des Semestertickets. Dieses soll zum Wintersemester 2019/20 landesweit eingeführt werden und auch im HVV-Bereich Hamburg gelten. Da sich Schleswig-Holstein in der Einführungsphase mit neun Millionen Euro beteiligt, soll das Tickets anfangs etwa 125 Euro kosten. Mittelfristig müssen die Studierenden mit 150 Euro rechnen.

Landespolitiker besorgt

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Lukas Kilian, forderte die Flensburger Studierenden gestern auf, ihre Gründe offenzulegen. „Die Ablehnung ist kein Grund, weitere Abstimmungen an anderen Hochschulen in Frage zu stellen“, sagte er. Ausschlaggebend sei insbesondere das Votum des Stupas an der Kieler Uni, weil hier ein Großteil von Schleswig-Holsteins Studierenden lerne. Der Flensburger FDP-Abgeordnete Kay Richert äußerte sich enttäuscht. „Dass das Semesterticket durch den negativen Entscheid des Studierendenparlaments der Hochschule Flensburg nun gefährdet wird, ist eine schlechte Nachricht.“

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