Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Schleswig-Holstein Waren die Mathearbeiten zu schwer?
Nachrichten Schleswig-Holstein Waren die Mathearbeiten zu schwer?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:02 06.06.2018
Von Christian Hiersemenzel
Viele Schüler in Schleswig-Holstein stehen mit Mathematik auf Kriegsfuß. In diesem Schuljahr wurden viele möglicherweise nicht gründlich genug auf die Prüfungen vorbereitet. Quelle: dpa
Kiel

Die Noten fallen damit eine halbe Note schlechter aus als in den Jahrgängen zuvor. Nicht nur Schüler und Eltern sind entsetzt. Die SPD forderte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) bereits zu Konsequenzen auf. „Abschlussnoten entscheiden über Lebenschancen“, formulierte es der SPD-Abgeordnete Kai Vogel. Prien habe nur zwei Möglichkeiten: die Zensuren pauschal um eine halbe Note heraufzusetzen oder den Schülern eine Wiederholung der Prüfung einzuräumen. Offenbar habe die neue Ministerin das Niveau willkürlich heraufsetzen lassen.

Prien ermuntert Schüler zur mündlichen Prüfung

Der Kieler CDU-Abgeordnete Tobias Loose wies das erbost zurück. „Herr Vogel hat offensichtlich ein Gedächtnisproblem.“ Bereits Priens SPD-Vorgängerin Britta Ernst habe das Niveau angehoben. „Außerdem entsprechen die Aufgabenstellungen nicht nur den Fachanforderungen und nationalen Bildungsstandards, sondern sind zudem wissenschaftlich begutachtet.“

Die Ministerin argumentierte ähnlich. „Die Schülerinnen und Schüler mit einer schlechteren schriftlichen Note haben jetzt eine gute Chance, diese mit einer mündlichen Prüfung zu verbessern.“ Die schriftliche Arbeit werde ohnehin nur einfach, die Ganzjahresleistung dagegen doppelt bewertet. „Der vollständige Ausgleich kann also in der mündlichen Prüfung geschafft werden.“ Dessen ungeachtet werde sie den Vorgang sorgfältig prüfen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert, die Abwicklung von Förderprogrammen zu entbürokratisieren. In einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel nannte er dies als Voraussetzung, Fristen bis zum Verfall von Fördermitteln von drei auf zwei Jahre zu verkürzen.

Christian Hiersemenzel 05.06.2018

Ein junger Mann ist von Ahrensburg nach Hamburg auf der Kupplung eines Zuges mitgefahren. Zeugen hätten den 21-Jährigen am Montagabend auf dem Puffer zwischen der Lok und einem Waggon gesehen und die Bundespolizei alarmiert, sagte ein Sprecher am Dienstag.

05.06.2018

In Deutschlands Gärten hat weiterhin vor allem der Spatz das Sagen: Der Haussperling - so der offizielle Name - sei bei der Vogelzählung des Naturschutzbundes (Nabu) mit 4,9 erfassten Exemplaren pro Meldung häufigster Gartenvogel auch in Schleswig-Holstein, hieß es am Dienstag in Neumünster.

05.06.2018