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Schleswig-Holstein 900 Einsatzkräfte proben den Ernstfall
Nachrichten Schleswig-Holstein 900 Einsatzkräfte proben den Ernstfall
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16:05 17.04.2018
900 Polizisten, Rettungskräfte und Komparsen proben am Lübecker Hauptbahnhof einen Anti-Terror-Einsatz. Quelle: Ulf Dahl
Lübeck

Ziel sei es, das Zusammenspiel verschiedener Akteure in einer komplexen, lebensbedrohlichen Einsatzlage unter realistischen Bedingungen zu üben, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Bodo Kaping, am Dienstag.

Übungsdauer: Dienstag und Mittwoch

Die Übung beginnt am Dienstag, 24. April, um 23 Uhr und endet voraussichtlich am Mittwoch, 25. April, gegen 5 Uhr. In dieser Zeit werden Züge auf andere Bahnsteige umgeleitet, einige Straße in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs werden gesperrt.

"Wir wollen besonders die Kontroll- und Streifenbeamten auf solche Lagen vorbereiten, weil sie ja im Ernstfall die Hauptlast tragen", sagte Kaping. Außerdem solle das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen eingeübt werden. 

Auch Kliniken beteiligen sich an der Übung

Besonders wichtig ist das für die Feuerwehr, die für den Rettungsdienst zuständig ist. Bei einem Terroranschlag hätte diese es "mit einer sich rasch ändernden Lage und hoher Eigengefährdung zu tun", sagte der stellvertretende Leiter der Lübecker Berufsfeuerwehr, Thomas Köstler. In die Übung einbezogen werden nach seinen Angaben auch das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Freiwilligen Feuerwehren. Auch die Uni-Klinik und die Sana-Klinik sind beteiligt.

Logistische Gründe für Lübeck

Geübt wird nach Angaben von Bundes- und Landespolizei in fünf Durchgängen mit jeweils unterschiedlichen Szenarien. Was genau geübt wird, ist geheim, die betroffenen Bahnsteige werden durch Sichtschutzwände abgeschirmt. "Wir spielen auch taktische Vorgehensweisen durch, die der Geheimhaltung unterliegen", sagte Übungskoordinator Sven Jahn von der Bundespolizeiakademie in Lübeck. Die Wahl des Lübecker Bahnhofs für die Großübung habe aber eher logistische Gründe, sagte er. "Eine reale Bedrohungssituation für Lübeck gibt es nicht", betonte Jahn.

Operation "Pandora": Im vergangenen April übten rund 1500 Einsatzkräfte in Kiel einen Anti-Terror-Einsatz.

Von dpa

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