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Schleswig-Holstein Dienstunfall wird nicht anerkannt
Nachrichten Schleswig-Holstein Dienstunfall wird nicht anerkannt
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21:33 30.08.2018
Der Feuerwehrmann war er nach einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Lübeck im Einsatz.  Quelle: Jens Wolf/dpa
Lübeck

Der Mann hatte erst 17 Jahre nachdem er bei einem Einsatz mit einer Drehleiter umgekippt war, eine Anerkennung des Vorfalls und der Folgeschäden als Dienstunfall beantragt.

Der Kläger war Beamter bei der Berufsfeuerwehr der Hansestadt. 1996 war er nach einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Lübeck im Einsatz. Damals starben zehn Menschen in dem brennenden Haus. Als der Feuerwehrmann ein Kind rettete, stürzte er mit der umkippenden Drehleiter zu Boden. Später litt er an Depressionen und einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Dienstunfallmeldung nicht abgegeben

Die Bundesrichter entschieden, dass die im Beamtenversorgungsgesetz genannten Fristen von zwei und erweitert von zehn Jahren Ausschlussfristen seien. Auch wenn die Stadt Lübeck damals von dem dramatischen Geschehen wusste, hätte der Feuerwehrmann eine Dienstunfallmeldung abgeben müssen. "Wir müssen das Gesetz so verstehen: Irgendwann nach zehn Jahren ist dann Schluss", sagte der Vorsitzende Richter. Der 2. Senat wies die Revision des Feuerwehrmanns zurück.

Von dpa

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