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Schleswig-Holstein Medienanstalt will Hass-Parolen löschen
Nachrichten Schleswig-Holstein Medienanstalt will Hass-Parolen löschen
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10:00 13.09.2018
Die Facebookseite „Bürger sagen Nein“ ist im Visier der Medienanstalt. Quelle: Ole Spata
Norderstedt

„Das Portal diskreditiert Geflüchtete, Ausländer und Muslime systematisch und schürt damit Ärger und Hass“, sagte der Direktor der Medienanstalt, Thomas Fuchs. Auch am Mittwoch hetzten Nutzer mit Blick auf ein Urteil gegen einen Flüchtling gegen „Messer-Migranten“, die man nicht einsperren, sondern „chippen und über dem Meer ausm Flugzeug werfen“ solle.

Neben der Drohung mit einem Bußgeld will Fuchs den „Government Reporting Channel“ nutzen. Dabei handelt es sich um eine Art „rotes Telefon“, über das etwa Sicherheitsbehörden und Medienaufsicht seit Sommer gravierende Verstöße direkt bei Facebook melden und die Sperrung ganzer Portale anregen können. In einigen Fällen hätte das bereits Erfolg gehabt, berichtete Fuchs. „Mein Eindruck ist, dass Facebook das Thema inzwischen ernster nimmt.“

Schützenhilfe bekam die Medienanstalt von der Landesregierung und der Landesdatenschutzbeauftragten.

Von Ulf Billmayer-Christen

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