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Schleswig-Holstein Tatverdächtiger stellt sich nach Angriff
Nachrichten Schleswig-Holstein Tatverdächtiger stellt sich nach Angriff
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16:58 26.11.2018
Der Tatverdächtige meldete sich selbst bei der Polizei. Quelle: Juliane Häckermann (Symbolbild)
Flensburg

Bei der Auseinandersetzung waren nach Polizeiangaben am Sonnabend ein 19 und ein 20 Jahre alter Ägypter mit Messerstichen verletzt worden, der ältere schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr.

Der genaue Ablauf des Geschehens, der zu den Messerstichen geführt hat, und die Konstellation der beteiligten Personen waren zunächst noch nicht geklärt. Die Polizei bittet Zeugen, mögliche Fotos und Videoaufnahmen der Geschehnisse auf dem mittlerweile freigeschalteten Hinweisportal www.sh.hinweisportal.de hochzuladen. Dies könne auch anonym geschehen.

Im Norden hatte erstmals die Hamburger Polizei nach den G20-Krawallen die Bevölkerung gebeten, den Ermittlern mögliches Beweismaterial online zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile setzt auch die Landespolizei auf Upload-Portale: Nach der Attacke in einem Lübecker Linienbus und einer Messerstecherei von Rockern bei einer Motorsport-Veranstaltung an der Westküste waren zuvor Zeugen aufgerufen worden, Bilder und Videos hochzuladen.

Ein Streit am Freitag ging voraus

Nach ersten Erkenntnissen gab es bereits am Freitag einen Streit in der Innenstadt zwischen drei jungen Männern und dem 22-jährigen Syrer, der von den Männern belästigt und von einem geschlagen wurde. Am Samstagnachmittag trafen der Syrer und ein Bekannter in der Einkaufspassage zufällig auf die drei Kontrahenten von Freitag, die mit einer größeren Gruppe unterwegs waren. Es entwickelte sich den Ermittlungen zufolge ein Streit und eine körperliche Auseinandersetzung. Bei dieser soll einer der drei Männer, die den 22-Jährigen bereits am Freitag angegangen haben, Pfefferspray eingesetzt haben.

Der 22-Jährige selbst soll zwei Ägypter mit Messerstichen verletzt haben. Sie sollen an den Auseinandersetzungen am Freitag nicht beteiligt gewesen sein. Durch das Pfefferspray erlitten neun Menschen, darunter auch Kinder, Atemwegsreizungen.

Der 22-Jährige verließ nach der Tat mit seinem Bekannten die Einkaufspassage. Auch die drei Männer, die den Streit nach ersten Erkenntnissen provoziert haben sollen, verließen den Tatort. Am Sonntag meldete sich der 22-Jährige dann bei der Polizei.

Von KN-online

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