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Schleswig-Holstein Grüne schlagen A20-Alternativroute vor
Nachrichten Schleswig-Holstein Grüne schlagen A20-Alternativroute vor
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09:00 29.11.2018
Von Christian Hiersemenzel
Das westliche Ende der Autobahn 20 kurz vor Bad Segeberg. Quelle: Carsten Rehder
Kiel

Die Trasse führt nicht von Bad Segeberg über Glückstadt und dem niedersächsischen Bremervörde nach Bremerhaven, sondern über Neumünster, Itzehoe, Brunsbüttel und Cuxhaven. Die Strecke wäre nach Angaben der Grünen nicht 151, sondern 170 Kilometer lang, Lkw bräuchten dafür 127 statt 113 Minuten. Bei den Jamaika-Partnern hieß es: "Das ist kompletter Wahnsinn."

Tietze sagte, dass er zwischen Landespolitik und Umweltverbänden Brücken bauen wolle. Ähnlich wie mit Stromtrassen müssten Politiker auch mit Straßenführungen flexibler umgehen. "Mit Denkblockaden wird man keine Lösung für die A20 gewinnen." Die Alternativroute sattelt im Wesentlichen auf bereits vorhandene Bundesstraßen auf. Der Vorschlag war vor ein paar Jahren vom Landesparteitag der Grünen abgesegnet worden.

Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) lehnte den Vorstoß ab. Eine solche Variante komme nicht in Betracht, weil man die komplette Linie neu bestimmen müsste. "Das würde uns mindestens zehn Jahre zurückwerfen." Und: "Wir wollen eine Nordumfahrung Hamburgs irgendwann noch einmal erleben – ich jedenfalls." Die Alternativtrasse sei außerdem nicht geeignet, den Elbtunnel zu entlasten. Genau das sei aber das erklärte Ziel.

CDU-Verkehrsexperte Hans-Jörn Arp bezeichnete Tietzes Vorschlag als unrealistisch. Warum der Bund ausgerechnet an der breitesten Stelle der Elbe nahe Cuxhaven eine Querung errichten sollte, erschließe sich ihm nicht. "Eine solche Variante hätte mit der Entlastung des Hamburger Elbtunnels nichts zu tun." FDP-Fraktionschef Christopher Vogt reagierte erstaunt. Das Thema sei parteiübergreifend geeint. "Ich freue mich aber, dass sich die Grünen gegen Denkverbote bei Infrastrukturmaßnahmen aussprechen. Wir haben da schließlich gemeinsam noch viel zu tun."

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