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Schleswig-Holstein Bundeswehr will Fliegerhorst erhalten
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10:32 14.02.2019
Von Frank Behling
Könnte bald in Hohn starten: der Eurofighter. Quelle: Luftwaffe
Kiel

Nach der für 2021 geplanten Auflösung des Lufttransportgeschwaders 63 werde der Flugplatz „nicht geschlossen, sondern weiterbetrieben“, sagte Oberst Ralf Güttler, Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein.

Hintergrund der Entscheidung sind mögliche neue militärische Szenarien im Ostseeraum. Die Bundeswehr hält deshalb an den Flugplätzen in der Nähe zur Ostsee fest, um dort Kampfjets zu stationieren. Zunächst soll Hohn als Ausweichflugplatz dienen. Auch eine temporäre Stationierung von Eurofightern ist Bundeswehrkreisen zufolge dort denkbar. 

Kehrtwende: Fliegerhorst Hohn soll nicht geschlossen werden

In der 2011 gestarteten Neuausrichtung der Bundeswehr war noch ein anderer Kurs vorgegeben. Das Lufttransportgeschwader (LTG) 63 mit seinen heute 600 Dienstposten und 16 Maschinen sollte aufgelöst und der Fliegerhorst danach geschlossen werden. 

Laut Güttler soll das LTG 63 noch bis 2021 bestehen bleiben. Es solle dann die letzte Auflösung eines Verbandes in Schleswig-Holstein werden. Die 2440 Meter lange Landebahn sei von strategischer Bedeutung für Bundeswehr und Nato. So könnten dort auch ausländische Geschwader, etwa aus den USA, für Manöver stationiert werden.

Neue Kampfjets für die Bundeswehr

„Wenn es bis 2031 zur Umsetzung der Ausrüstungspläne der Bundeswehr kommt, wird es auch wieder mehr Kampfflugzeuge in der Bundeswehr geben. Und diese müssen ja irgendwo stationiert werden“, erklärte Güttler.  

Aktuell plant die Bundeswehr die Anschaffung von 40 bis 80 neuen Kampfjets für den Einsatz gegen Ziele an Land und auf See. Dabei geht es um den amerikanischen Jagdbomber F/A18 Super Hornet oder den Eurofighter.

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