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Schleswig-Holstein Verschmutzung größer als vermutet
Nachrichten Schleswig-Holstein Verschmutzung größer als vermutet
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16:45 13.03.2018
Thorsten Roos, der für Umwelt zuständige Fachbereichsleiter, zeigt im Kreishaus das Ausmaß der Verschmutzung der Schlei. Quelle: Carsten Rehder
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Schleswig

Das Ausmaß der Verschmutzung der Schlei mit Plastikteilchen ist offenbar größer als zunächst vermutet. "Jetzt gilt es, schnell zu handeln und das Ausmaß der Belastung festzustellen", sagte Landrat Wolfgang Buschmann am Dienstag. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Ufersäume der Schlei bis nach Arnis betroffen sind. Der Kreis Schleswig-Flensburg will deshalb die Ufersäume auf abgelagerte Kunststoffpartikel untersuchen.

Seit Dienstag reinigen städtische Mitarbeiter erneut Uferstreifen. "Die gesamte Schlei wird anhand eines Rastergitters eingeteilt und landseitig untersucht", sagte der zuständige Fachbereichsleiter Thorsten Roos. Er erhofft sich von der Arbeit "fundierte Kenntnisse über das Ausmaß der Verschmutzung".

Im Fall der kleinen Kunststoffteilchen, die aus der Kläranlage Schleswig in die Schlei gelangt sind, ermitteln unterdessen auch die Staatsanwaltschaft Flensburg und das Landeskriminalamt wegen Verdachts der Gewässerverunreinigung. Die Ermittlungen richteten sich gegen Verantwortliche der Schleswiger Stadtwerke.

Anfang vergangener Woche war bekannt geworden, dass aus der Kläranlage in Schleswig in den vergangenen Monaten große Mengen an Kunststoffteilchen in die Schlei gelangt sind. Die Plastikteile stammen vermutlich aus geschredderten Speiseresten, die dem Faulschlamm zugemischt wurden, um Energie zu gewinnen. Diese bekamen die Stadtwerke von einem Zulieferer aus Nordfriesland.

Von lno

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