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Schleswig-Holstein Waren 224 Kilo zu viel fürs Klärwerk?
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19:46 05.04.2018
Von Heike Stüben
Plastikmüll in der Schlei: Seit Wochen wird versucht, die Ufer der Schlei zu reinigen. Quelle: Rainer Krüger
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Schleswig

Schleswigs Bürgermeister Arthur Christiansen sieht in der Erhöhung des Plastikanteils im Gärsubstrat die Ursache für die Verschmutzung der Schlei mit Kunststoffpartikeln. Seien zuvor in den Monaten im Schnitt 18 Kilogramm Fremdbestandteile wie Kunststoff, Glas und Metall im Gärsubstrat enthalten gewesen, seien im Januar 2018 plötzlich 224 Kilogramm mitgeliefert worden. Dies widerspreche dem Vertrag.

"Die zehnfach erhöhte Menge an Fremdbestandteilen hat die vier Reinigungsstufen des Klärwerks offenbar überfordert. Denn defekt waren sie nicht", erklärte Stadtsprecher Eric Gehrke. Bei der Stadt sei man überzeugt, dass das Problem erst seit Jahresbeginn existiert. Viele Plastikpartikel, die zuvor von Bürgern gemeldet wurden und jetzt bei Reinigungsarbeiten gefunden werden, müssten aus anderen Quellen stammen.

Bei Refood sieht man die Verantwortung für die Gewässerbelastung dagegen weiter bei den Stadtwerken Schleswig. Sie müssten laut Vertrag sicherstellen, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, wenn sie das Substrat als Dünger oder anderweitig weiterverwendeten. 

Bürgermeister Christiansen wies Rücktrittsforderungen gegen den Stadtwerke-Geschäftsführer zurück, entschuldigte sich aber bei den Bürgern für die Gewässerverunreinigung.

Währenddessen laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen der Stadtwerke weiter. Es bestehe der Anfangsverdachts der Gewässerverunreinigung.

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