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Schleswig-Holstein Helfer geben Ehrennadeln zurück
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10:00 29.09.2018
Von Heike Stüben
Sie wollen die Ehrenamtsnadel zurückgeben (v.l.): Beate Weisner, Jens Iwersen, Marie-Luise Stiawa, Petra Iwersen, Lilly Lauinger, Hans Müller-Hepe, Karin Grube, Rita Galindo, Hans Hütmann aus Selent. Ehrenamtliche aus Preetz, Wankendorf und Flintbek haben sich bereits angeschlossen. Quelle: Sonja Paar
Selent

Flüchtlingshelfer aus Preetz, Wankendorf und Flintbek haben sich der Inititative bereits angeschlossen. Mit der Verschärfung der Asylgesetze und wachsendem Rechtspopulismus hätten sich Frust, Unverständnis und Kritik aufgestaut. Die Rückgabe der Ehrennadeln solle ein Signal an Politik und Zivilgesellschaft sein, sich klar Populismus und Rechtsruck entgegen zu stellen. „Die Ehrennadeln, die als Anerkennung unserer Integrationsleistung gedacht waren, erscheinen uns heute wie blanker Hohn. Für uns stellt sich die derzeitige politische Haltung so dar: möglichst schnelle Abschiebung statt Integration“, erklärt Müller-Hepe.

Hoffnung auf breite Unterstützung

Die Flüchtlingshilfen Preetz, Wankendorf und Umgebung sowie Flintbek sammeln Unterschriften und setzen auch auf Unterstützung der Bürger. In dem Positionspapier aus Preetz wird die Landesregierung aufgefordert, „sich gegen Abschiebung insbesondere von gut integrierten Geflüchteten öffentlich zu wenden und Anker-Zentren abzulehnen“.

Spurwechsel gefordert

Immer wieder würden über Jahre betreute, unterrichtete, integrierte und motivierte Flüchtlingsfamilien und Einzelpersonen abgeschoben, wenn sie es gerade geschafft hätten, auf eigenen Füßen zu stehen. Für diese Menschen müsse es einen Spurwechsel vom Asyl- in ein Einwanderungsverfahren geben. Einen zeitlich begrenzten Spurwechsel hatte auch Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) vorgeschlagen, sich auf Bundesebene bei CDU/CSU aber nicht durchsetzen können.

"Wir sind nicht naiv"

Die Flüchtlingshelfer betonen, dass sie durchaus Probleme bei der Integration und auch nicht vor Straftaten die Augen verschließen. „Jedes Fehlverhalten muss in rechtsstaatlichen Verfahren geahndet werden. Es darf aber nicht zu pauschalen Unterstellungen, populistischer Verengung auf Straftäter mit Migrationshintergrund und Verleumdung von Geflüchteten und ihrer Helfer führen“, mahnt Lutz Reinhardt aus Preetz. "Wir sind nicht naiv. Aber wir sind überzeugt, es gibt Lösungen. Eine davon ist, eine Perspektive durch Arbeit und Anerkennung zu schaffen."

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